Ganz nett gemachtes Werbevideo. Ich finde ja, Luca Toni wird voellig ueberschaetzt, er steht einfach immer nur guenstig, unter Fussball spielen koennen verstehe ich einfach was anderes. Aber das Video hat was. Vor allem nette Torschuesse.

Ganz nett gemachtes Werbevideo. Ich finde ja, Luca Toni wird voellig ueberschaetzt, er steht einfach immer nur guenstig, unter Fussball spielen koennen verstehe ich einfach was anderes. Aber das Video hat was. Vor allem nette Torschuesse.
Click to play Blumentopf-EM-vs-Austria
Der Vorbericht von Blumentopf ist wieder richtig gut und in allen Punkten berechtigt, denn weniger war es das Spiel gestern. Sorry, das war nix. Mal von dem Kugelblitzhammer von Ballack abgesehen, eine ganz, ganz muede Vorstellung. Und so gern ich mit Deutschland mietfiebere, aber mit Praesentationen wie der gestern gehoeren sie nicht weiter. Wenn das am Donnerstag wieder so ist, schicken die Portugiesen die Truppe nach Hause. Zu Recht.
So ungefaehr ab der 70. Minute haette ich sogar fast Oesterreich einen Eintrag ins Geschichtsbuch des Landes gegoennt Schlechter waren die jedenfalls nicht wirklich.
Im Uebrigen habe ich festgestellt, dass ich mein St. Pauli-Spielen, selbst wenn ich sie “nur” vor dem Webradio verbringe, deutlich aufgeregter bin.
Und am Donnerstag die Neuauflage des WM-Spiels um den dritten Platz. Einfach mal ins damalige Blumentopf-Video reinhoeren, das waren noch Zeiten!
Ich fand schon die Rap-Versionen zur WM 2006 grossartig, hier die neueste:
Und nachgeliefert dann auch noch Deutschland:Polen
Mir war gerade ein bisschen retro seasonal. Aus aktuellem Anlass, den “Fan”-Krawallen in Klagenfurt und Frankfurt, unabhaengig von der Nationalitaet peinlich und abstossend. Zu dem Thema hatte ich das schon mal geschrieben und in den Entwuerfen vergessen. Ab damit ins Sommerloch.
Quelle: vienna.at
Nach dem Spiel gegen Kickers Offenbach stand wieder einmal Fansupport zur Diskussion. Man kann drueber streiten, was man unter “asozial” und “niveaulos” oder “angemessen” und “fussballkonform” bezeichnen darf, aber Fangesaenge wie AWH und Hasstiraden -gegen wen auch immer- sind einfach nicht mein Ding. Man kann provozieren, Stimmung anheizen, die Mannschaft anfeuern, den Gegner verunsichern, aber manches muss einfach nicht sein. Auch die “lilaweisse Osna*******” gehoert dazu, die aus dem eigenen Lager kam.
Es gibt eine Menge Fussballfans, die vor und nach dem Spiel mit gegnerischen Fans feiern, waehrend des Spiels aber kein Pardon und keine Freunde kennen. Aber ohne dass es Feinde sind. Hass ist ein grosses Wort, mit dem immer gerne kokettiert wird. Ich finde Rivalitaet, Kampfgeist und feurigen Support absolut korrekt, aber mit Hass darf das nichts zu tun haben. Ich glaube, fuer manche ist die Grenze einfach zu fliessend, sie koennen nicht unterscheiden, wo die Rivalitaet aufhoeren muss.
Die hoert spaetestens bei Fascho-Spruechen, rassistischen Beleidigungen und solchen Chants wie AWH auf, zu taetlichen Uebergriffen darf es keinesfalls kommen. Ich bin der Ansicht, dass die, die sich pruegeln, den Fussball nur als Vorwand fuer ihre generelle Gewaltbereitschaft vorschieben und das hat mit Fan-Tum nichts mehr zu tun. Wenn sich die wenigstens noch separat anrandalieren wuerden, waere es mir ja auch egal, sollen sie sich die Koeppe einschlagen, es trifft dann auf beiden Seiten nicht die Falschen. Aber unschuldige Bystander in diese Pruegeleien zu verwickeln oder billigend in Kauf zu nehmen, dass diese verletzt werden, geht gar nicht.
Das erinnert mich an den Vorfall in der Strassenbahn nach dem Spiel gegen FC Koeln, wo so ein paar geistesschwache Vollhonks die Scheiben einschlugen, Feuerwerkskoerper in die Bahn warfen, so das Ding in Brand setzten und dabei billigend in Kauf nahmen, dass nicht nur das Ziel ihrer hirnbefreiten Attacke -ein paar St. Pauli Ultras- verletzt wurde, sondern auch unbeteiligte Passagiere und in der nachfolgenden Pruegelei das Ganze noch auf die Spitze getrieben haetten, wenn die Polizei das nicht relativ schnell im Griff gehabt haette.
Ich hasse es, wie Schlachtvieh auf einem Parkplatz zusammengetrieben zu werden und mit Polizeieskorte Marke “Rundum sorglos” zum Stadion gefuehrt zu werden. Wieviel schoener ist sowas wie in Mainz am letzten Spieltag, wo sich die Fans vor dem Stadion mischten und gemeinsam feierten oder auch in Moenchengladbach, wo man zwar ein Auge auf die Fans hatte, aber da letztendlich vor und nach dem Spiel alles auch problemlos durcheinander lief. Oder in Wiesbaden, wo man mit einem netten Transparent begruesst wird und die Polizeipraesenz gerade mal erkennbar war, aber eigentlich nicht noetig. DAS sind die Fussballspiele, in deren Dunstkreis ich mich gerne aufhalte. Ich will keine Steine in Fanbusse und vor dem Spielende weghasten muessen aus Angst, da noch Pruegel zu kassieren, wahrscheinlich unabhaengig vom Spielausgang. Da gruselt es mich jetzt schon vor einer ganz bestimmten Paarung, bei der ich unumwunden zugeben muss, mich da wohl nicht einzufinden. Einfach so, weil mir meine persoenliche Sicherheit dann doch noch mehr bedeutet als ein Fussballspiel.
Davon abgesehen wuerde ich das “denen” goennen, ein Stadion ohne gegnerische Fans. Vielleicht wuerden sie sich in ihrem besoffenen Kopf dann selbst untereinander die Rohrstoecke auf den Schaedeln… und auch ohne die Einnahmen aus dem Gaesteblock… merkt man, dass ich gerade ein bisschen die Contenance verliere? Macht nix, man kann nicht immer politically correct sein.
Nachdem ich wiederholt von Bela Rethys Kommentatorentaetigkeit juckenden Spontanausschlag bekommen habe, lese ich lieber
Als ich heute morgen die Bilder von den Krawallen und den Uebergriffen deutscher Hools auf kroatische Fans im Fernsehen gesehen habe, ist mir vor peinlicher Beruehrtheit und einer Portion Fremdschaemen auch ein bisschen die Lust vergangen. Schlechte Verlierer. Passt aber irgendwie zu der roten und gelben Karte in der letzten Minute….
Es ist vollbracht! Die naechste Saison in trockenen Tuechern. Keine Jagd mehr auf Heimspieltickets, kein Bangen und Umplanen und Umorganisieren mehr, keine erstattungsfreien Flugstornierungen mehr - ich hab eine!
Dazu waere dann noch die Fahne fertig, dank sehr netter Anfertigungstipps von “Wissenden” wunderbar geworden. Also ich waer dann soweit fuer die neue Saison, von mir aus koennen wir anfangen
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Da gibt es die St. Ellinger von der Muellverbrennungsanlage. Die vergessen immer mal total, gegen wen sie eigentlich spielen und dann singen sie einfach “Sch… St. Pauli ey ey”. Das finden die anderen Mannschaften aber bestimmt nicht schoen, dass die einfach ueber einen anderen Verein singen. Das ist nicht nett. Die wollen doch ein eigenes Lied, weil der FC St. Pauli spielt ja da gar nicht.
Die von St. Pauli finden das aber ganz lustig, dass die Muellmaenner sie gar nicht aus dem Kopf kriegen, weil die von St. Pauli interessiert das gar nicht so und die wissen immer, gegen wen sie spielen und was fuer Lieder sie singen muessen. Da muessen die aus St. Ellingen aber noch ganz doll ueben, damit sie sich das immer merken koennen, wo sie gerade sind. Wenigstens mal der, der bei denen auf dem Zaun sitzt, dann ist es ja auch ganz einfach mit dem Nachsingen. Aber das lernen die vielleicht noch, die St. Ellinger. Also vielleicht wenigstens der Eine.

Das Bild zeigt uebrigens den kleinen Maulwurf Pauli, die Senioren unter uns, die sich noch an die Kinderzeichentrickfilmserie erinnern koennen, muessen sich nicht outen
Wird in letzter Zeit ja gern genommen, die Aussage “Das ist/nicht mehr mein (St.) Pauli”. Des einen Pauli ist es nicht mehr, weil der Flitzer angefeuert wurde, des anderen ist es gerade deswegen. Der eine findet “sein” St. Pauli super wegen der USP-Gesaenge, des anderen St. Pauli ist es deswegen nicht mehr. Der eine findet die Aachener Nummer 2 genau richtig fuer “sein” St. Pauli, der andere meint, “sein” St. Pauli ist das deswegen nicht mehr. Der eine liebt hitzige Diskussionen, die auch gerne mal aus den Fugen geraten und findet, das passt zu “seinem” St. Pauli, der andere liebt es eher konstruktiv und sachlich und findet das auch passend fuer “sein” kritisches und diskursfaehiges St. Pauli.
“Mein” St. Pauli ist es wegen genau der Mischung aus all dem. Weil es die unterschiedlichsten Charaktere, Egos und Individualisten alle unter einem Dach vereint, die sich, wenn es ans Eingemachte geht und Zusammenhalt gefragt ist, ungeachtet aller Meinungsverschiedenheiten im Dienst der Sache zusammentun und wirklich etwas bewegen koennen. “Mein” St. Pauli motiviert, inspiriert, polarisiert und mobilisiert.
Und schafft naechste Saison mindestens den Klassenerhalt. Nur mal nebenbei.
Das ist die Ottilie. Die war gerade beim Scheidungsanwalt und wollte vom Otto den Wohnungsschluessel zurueck, weil naemlich der Otto seit Monaten entweder das ganze Wochenende unterwegs ist wegen so einem Auswaertsspiel oder, wenn er dann mal da ist, nicht mal am Sonntag mit der Familie Mittag isst, weil er ja schon wieder im Stadion ist. Und die Kinder haben mit Fingerfarbe an die Waende im Kinderzimmer geschrieben “Fussball ist doof”. Das wird die Ottilie wohl selber ueberstreichen mussen, denn der Otto packt gerade schon wieder den Koffer. Auswaertsspiel.

Das ist der Otto. Der hat jetzt ganz viel Zeit fuer die Spiele, weil er seinen Job verloren hat, er war einfach zu viel auf Auswaertsspielen. Und das staendige frueher Gehen wegen der Heimspiele war auch nicht gut. Jedenfalls macht auch die Ottilie keinen Aerger mehr, die ist naemlich weg. Mit den Kindern. Am Sonntag wollte er ja mal mit dem Pastor sprechen. Geht aber nicht. Heimspiel 12.30 Uhr.