Fabulous Sankt Pauli

.. ist die einzige Möglichkeit

Zurück aus „der Region“

mit gemischten Gefühlen. Die erste halbe Stunde hat mir die Truppe wirklich gut gefallen, auch angesichts der Tatsache, dass soviele Stamm- und GUTSpieler fehlten und das Ganze mehr oder weniger zusamengewürfelt war. Da hatte „die Regionaltruppe“ nicht wirklich viel Bedrohliches und ich war guten Mutes. Ich freue mich über das Tor von Hoilett, nicht nur, dass es zu einem guten Zeitpunkt kam, ich gönns ihm auch und setze weiterhin große Hoffnung in den kleinen Wusel, er gefällt mir richtig gut und ich will den öfter sehen.

Guten Mutes war ich eigentlich bis zu diesem Trikot-Platzverweis. Anstatt sich aus dem Lauterer Gewusel rauszuhalten, die Ruhe zu bewahren und die Überzahl konsequent zu nutzen, hat man sich vom Tumult anstecken lassen -so schien es zumindest-, komplett die Fassung verloren und schwupps, 35 Sekunden später ein „jetzt erst recht“-Tor von KL kassiert.
Ab da das übliche, die ohnehin marode Abwehr wieder gefühlt vorzeitig in der Kabine, Fehlpasshäufung, Übersichtslosigkeit und das 4:1 war nur eine Frage der Zeit. Ich habe keine Lust auf eine Torwartdiskussion, mir gefällt Mathias Hain grundsätzlich gut und bei der desolaten Abwehr hätte auch einer vom Kaliber Buffon seine liebe Mühe, nicht schlecht auszusehen.

Die gelb-rote Karte für den Trikotauszieh-Freudentaumel – ok, das sind die Regeln. Könnte mir aber jemand mal erklären
a) mit welcher Begründung das während des Spiels verboten ist und
b) warum Männer das eigentlich tun?
Ich verstehe Freudentänze, Salto schlagen, Bauchrutschen auf Rasen, Stadionrunden, aber was bringt Spieler dazu, sich mal eben das Trikot auszuziehen? Zumal die wenigsten ein wirklich lohnenswertes Darunter zu bieten haben, aber das ist ein anderes Thema.

Die rote Karte für Goofy finde ich überzogen, das war keine Absicht und allenfalls Gelb. Der Mann hat das Pech, sehr massig und sehr präsent zu wirken und mittlerweile auch eine „Vorgeschichte“, ich denke, Schiedsrichter haben ihn per se jetzt verschärft auf dem Schirm und allein seine Präsenz ist schon kartengefährlich. Er ist kein brutaler Foulspieler, er geht eben einfach „ran“, ein bißchen weniger und ein bißchen kontrollierter, dann ginge das. Aber in der nächsten Zeit kann er ja dran üben.

Der Schiedsrichter hatte ingesamt eine kreative Art zu pfeifen, unterm Strich ausgleichend für beide Mannschaften, aber zuweilen doch sehr konfus. Gelb, wo man hätte weiterlaufen lassen sollen, weiterlaufen lassen, wo Gelb hätte sein können… die Krönung aber die gelb-rote Karte für Hoilett, den bis dahin unbelasteten. Sogar Lauterer Spieler fühlten sich bemüssigt, den Schiedsrichter darüber aufzuklären, der arme Hoilett war so verdutzt, dass er sich nicht mal verteidigen konnte. Besser wärs gewesen, er wäre sofort vom Platz gegangen in die Kabine, das Chaos wäre perfekt gewesen. Inklusive Spielwiederholung durch Entscheidung am grünen Tisch. Aber das muss man in so einem Moment erstmal realisieren und sofort durchziehen.

Betzenberg – also die rotweiße Wand ist schon beeindruckend, die sind ganz schön laut, wenn die mal so richtig loslegen. Aber die Gästekurve war auch sehr engagiert, ich hatte auch mal wieder eine Fahne und was mich betrifft, ich habe schwenkerisch und sangestechnisch alles gegeben.

Jetzt werd ich erstmal meine Klamotten waschen, ich sage nur Becherwürfe. Und NICHT aus den Reihen der USP, die kamen alle von deutlich weiter hinten, leider konnte ich das deswegen nicht sehen. Ich HASSE das!

Fazit: Kaiserslautern hat verdient gewonnen, keine Frage. Friedliche Auswärtsfahrt, keine Aggressionen bei An- und Abreise, Polizei war zwar deutlich präsent, aber unbeschäftigt. Gemischte KL- und St. Pauli-Fans im Catering-Bereich der Osttribüne auch kein Problem.
Ich hatte auch beim Tippspiel nicht mit einem Sieg gerechnet, nur schade, dass es wieder so eine Klatsche geworden ist 😦

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5 Gedanken zu „Zurück aus „der Region“

  1. Danke für den ausführlichen Bericht. Die Spielbeurteilung sehe ich genauso. Der Knackpunkt war die Phase nach der Roten Karte für KL. Während ich am TV gelitten hatte (hab die Partie wie Sie ja wissen – live auf arena geschaut), hatte ich mir vorgestellt, wie Sie und die anderen hingefahrenen Pauli-Fans vor Ort leiden.

  2. sparschäler sagte am :

    Mit einer Himbeer-Mascarpone in der rechten und einem Becher Kaffee in der linken Hand war das Leiden im Stadion sicher halbwegs erträglich.

  3. Herr Sparschäler! Kaffee und Kuchen waren doch schon längst erledigt, als Pauli die Fußballschlappen auf’m Betzte spatzieren geführt hat.

  4. Le Roi sagte am :

    Wird scheinbar Zeit, dass ich ernsthaft wieder ins Fandasein eingreife. Mein Urlaub scheint der Mannschaft gar nicht bekommen zu sein. Auch die restlichen Abwesenheiten von The Boys und auch von Eve haben wie es aussieht böse Konsequenzen.

  5. Ach, jetzt wissen wir, woran es liegt! Aber nix wie hin da am Freitag!!!!

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