Fabulous Sankt Pauli

.. ist die einzige Möglichkeit

Rückblick: FC St. Pauli : MSV Duisburg – YNWA


via kiezkicker

Und alle hatten sie Schals dabei. Für Mini. Und für den kürzliche verstorbenen Klaus-Albert Wulf, Betreuer der 3. Herrn und langjährigem St. Pauli-Mitglied. Und auch die MSV-Kurve hob ihre Schals und stimmte mit ein, das war der absolute Gänsehautmoment des Tages. Und die Banner in den Kurven – ach! Ich bekomme schon beim Schreiben wieder feuchte Augen.

Auch die Regenbogen-Presse bekam dann in einem Aufwasch ihr Fett weg, die Fotoagentur fishing4 wurde ebenso bedacht wie die ganze Sparte der „Blutjournalisten“, hier die Bilder dazu, eins von mir, eins von @Cajarore

USP
‚Mit unserem Leid macht Ihr Auflage – Ihr widerlichen Schweine‘

Blutjournalisten

Ach ja, ein Spiel gab es auch noch. In der 1. Halbzeit St. Pauli in der Aachen-Formation, druckvoll, Spielzüge, Abteilung „hoch-weit-weg“ geschlossen, Kombinationen, Übersicht. 1:0 durch Foulelfmeter Bruns, Ausgleich MSV und dann die 2:1 Führung durch Sirtaki (Charles Takyi, dem Heimkehrer) absolut gerechtfertigt.

Hatte man allerdings eben noch Wohlwollen gegenüber den Duisburg-Fans wegen ihres Mitsingens gehegt, hat das die Mannschaft des MSV relativiert. Extremer Körpereinsatz, Schauspieleinlagen vom Feinsten und die Krönung war dann die erschauspielerte Gelbrote gegen Takyi durch die Nr. 13, Adam Boczek. Charles muss sich definitiv besser im Griff haben emotional (mit Gelb vorbelastet wegen Trikothochziehjubel nach dem Tor), aber das, was der Bodzek abgezogen hat, das ist oscarreif. Naja, eigentlich nicht, weil es deutlich als Show zu erkennen war. Nicht vom Schiedsrichter. Stichwort. Analog zu den Geschehnissen machte der Schiedsrichter einen äußerst inkompetenten Eindruck, zunächst schien es eher einseitig gegen Braunweiss zu sein, aber in der Nachbetrachtung war er so grottenschlecht eigentlich dann doch nicht. Störte das Spiel zwar mehr als er ihm half, traf für beide Seiten nicht nachvollziehbare Entscheidungen und erntete dafür auch den lauten Unmut der Fans, aber es gab schon schlimmere.
Lächerlich übrigens auch dieses von Schirmen geschützte Abgehen in die Pause, außer gellenden Pfiffen und Buhrufen hatte er nichts zu befürchten. Noch lächerlicher dann nach dem Spiel das hektische Ausziehen des Tunnels.

In der ersten Halbzeit lief aber ansonsten alles rund, ein hervorragender Bruns, ein bombensicherer Lehmann, ein tadelloser Thorandt, ein spritziger Ebbers, ein pfeilschneller Naki – ich könnte sie alle nennen, die Mannschaft präsentierte sich als homogenes Team. Ich habe so das Gefühl, dass die Nezugänge irgendwie wie fehlende Puzzleteile in die Mannschaft eingefügt worden sind. Auch „alte“ Spieler scheinen durch den Abgang der zwei Fußballdiven sich selbst neu positioniert zu haben, Bruns ist da ein gutes Beispiel. Drobo wird noch, der macht zwar relativ sicher zu, aber nach vorne fehlt es noch.  Kalla würde ich mir da besser vorstellen können, der macht auch nach vorne was los. Aber Kritik an der ersten Halbzeit wäre insgesamt fehl am Platz. Tolles Ding. Und in der zweiten dann durch den Platzverweis von Takyi (38. Minute) eine große Lücke. Und in der 59. Minute dann der Ausgleich zum 2:2.

St. Pauli kämpfte weiter, mit 10 Mann gegen 11 plus 1, versuchte nicht zu mauern, sondern noch ein Tor zu machen. Die letzte hochkarätige Chance verpasste Rothenbach, der hätte einfach drin sein müssen. Unbedingt. Aber gut. Niemand siegt am Millerntor. Wir spielten gegen einen, der aufsteigen will. In Unterzahl. Das geht in Ordnung.

Und als Sahnehäubchen dann noch das Banner der Mannschaft zum Schluß:

Minimannschaft
auch von Cajarore

Und ich könnte noch tausend Kleinigkeiten erwähnen, aber hören Sie sich lieber den Podcast von AFM bei Gravis an, der sicher in Kürze erscheint. Falls Sie nicht selbst dort waren. Und wenn doch, dann trotzdem.

Und hier noch das Video von der ARD mit von allem ein bißchen.

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5 Gedanken zu „Rückblick: FC St. Pauli : MSV Duisburg – YNWA

  1. Ich finde die Anteilnahme der Aachener Verantwortlichen auch sehr erwähnenswert. Die haben doch ein Anwalt gestellt, damit die Familie Unterstützung erhält.

    Richtiges Verhalten von allen Seiten. Nungut, bis auf ein paar Journalisten.

    • Stimmt, das hatte ich an anderer Stelle erwähnt (gelöschter Mopo-Kommentar..), das muß auf jeden Fall gesagt werden! Auch dass die Aachener heute beim Spiel gegen die Region ein „Gute Besserung, Sven“-Banner mit hatten.

      Die Aachener Verantwortlichen sowie die Aachener Fans haben wirklich ein dickes Lob verdient, Krisenmanagement kann nicht jeder, wie man an der Journaille sieht.

  2. Ein feines lebendiges Spiel. Danke für die schöne Premiere. Nächstes Mal bleibe ich bis zum Schluss :)))

  3. Pingback: Walk on — ☠ Camp Ring2

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