Fabulous Sankt Pauli

.. ist die einzige Möglichkeit

„Gastblogger“ zu MSV Duisburg – FC St. Pauli 0:2

beobachtet von Philip Röber:

Eigentlich ist eine 2:0-Halbzeitführung beim MSV Duisburg eine Riesensache. Eigentlich.

Wenn man aber eine der besseren Zweitligamannschaften wie Freizeitkicker ausschauen lässt und die Partie komplett dominiert, kann es zur Pause eigentlich auch 5:0 stehen. Egal, denn die drei Punkte hat St. Pauli trotzdem mitgenommen und was das Torverhältnis angeht, gibt es eh alles andere als Nachholbedarf.

Aber auch die (zwischenzeitliche?) Tabellenführung sollte niemanden davor blenden, dass solche Spiele manchmal auch noch schief gehen können. Das Spiel in der ersten Halbzeit war genial, aber eben auch fahrlässig.  Zugegeben, Duisburg hatte mit Tom Starke einen überragenden Torwart, aber es wäre doch schön gewesen, hätten sich unsere Jungs für ihre Spiel- und Lauffreudigkeit selbst belohnt und noch den einen oder anderen Treffer mehr geschossen. Insbesondere Deniz Naki, der nicht ganz überraschend für den zuletzt angeschlagenen Takyi auf dem Platz stand, konnte aber selbst beste Möglichkeiten nicht im Duisburger Kasten unterbringen. Auch Marius Ebbers, der mit seinem insgesamt 81. Zweitligatreffer in der ewigen Torjägerliste mit Bundestrainer Joachim Löw gleichzog, hätte durchaus noch etwas für sein Torkonto tun können.

Nach dem Seitenwechsel kam Duisburg wie ausgewechselt aus der Kabine, aber dank Matze Hain blieb uns ein Gegentreffer und eine damit verbundene Zitterpartie erspart. So ist St. Pauli also zum ersten Mal seit dem fünften Spieltag wieder Tabellenführer und könnte dies auch vorerst bleiben, wenn Kaiserslautern nicht in Aachen gewinnt. Ob Erster oder Zweiter ist momentan aber völlig egal, wichtig ist nur, dass der Vorsprung auf den vierten Platz auf acht Punkte ausgebaut werden konnte.

Und vielleicht noch wichtiger ist das Selbstvertrauen, mit dem St. Pauli vor allem in der ersten Halbzeit bei Duisburg aufgetreten ist. Nach den teilweise doch etwas glücklichen Siegen gegen Ahlen und Aachen konnte man die Erleichterung bei Stani und Co spüren. Schon in der Hinrunde hat man oft den Gegner nach Belieben dominiert und die ersten 45 Minuten in Duisburg haben gezeigt, dass man diesbezüglich nichts verlernt hat. Natürlich wäre es jetzt ganz schön, wenn man das auch in den beiden kommenden Freitagsspielen am Millerntor gegen Karlsruhe und Frankfurt zeigen kann, zumal die Konkurrenz mit Ausnahme von Augsburg etwas zu Schwächeln beginnt.

Ein großes Lob an die Mannschaft und vielen Dank für diese berauschende erste Halbzeit. Bitte mehr davon!

Einzelbeitrag-Navigation

11 Gedanken zu „„Gastblogger“ zu MSV Duisburg – FC St. Pauli 0:2

  1. Piet sagte am :

    In der Tat war die Ausbeute der ersten Halbzeit, gemessen an Einsatz (was war das für ein Wahnsinnstempo, was für Laufwege!) und erspielten Chancen, recht mager. Schade, dass sich die Mannschaft da nicht selbst belohnt und die fünf, sechs Tore mal mitnimmt!

    Aber ja, das Selbstvertrauen ist (neben den 3 Punkten) vielleicht das Wichtigste, was die Mannschaft mit nach Hause nimmt. Ich glaube, dass das beim Aachen-Spiel die „Aufwachen“-Rufe eigentlich meinten: Konzentriert euch, habt Zutrauen in euer Können. Nicht zaudern, sondern umsetzen! Das haben sie in Dui nun unter Beweis gestellt. Wäre schön, wenn sie dieses Gefühl Freitag mit ans Millerntor nehmen könnten, wenn vor der „großen Fankulisse“ mit entsprechend großer Erwartungshaltung gespielt und dieses wohl am meisten gebraucht wird: Selbstvertrauen, das Wissen um die eigenen Fähigkeiten.

    • Ich habe diese 1. Halbzeit jetzt mindestens schon zehn Mal gesehen und komme aus den Ohs und Ahs immer noch nicht raus.
      Das war großartig -die Chancenverwertung jetzt nicht so- aber ich bin da mal bescheiden und freue mich über ein 2:0 auswärts gegen Dusiburg sehr. Zumal das ja nicht unbedingt ein Gegner ist, den man leicht abfrühstücken kann. Normalerweise. Aber die Truppe ist ja nicht zu bremsen gewesen.

      Es gibt im Moment NICHTS, was ich zu monieren, zu kritisieren, auch nur im Ansatz zu bemängeln hätte. Alles ist schön.
      Außer dass ich am Freitag nicht dabei sein kann😦

  2. kubakanone sagte am :

    ich bin da eher skeptisch.
    über die erste halbzeit brauchen wir nicht reden die war phänomenal.
    was mich viel besorgter stimmt ist dieser leistungs abfall nach der halbzeit.
    es ist ja nicht das erste mal das wir 2 verschiedene mannschaften an einem tag sehen. was stani irgendwie nicht in griff bekommt.
    ein spiel dauert nunmal 90 minuten ^^, und nicht 45.
    wenn sie zebras etwas besser in ihrer chancenauswertung wären, hätte es auch am ende 3:2 stehen können. wenn wir wiklich aufsteigen sollten kann man so eine zweite halbzeit nicht abliefern. sonst ist man ganz schnell weg vom fenster.

    die mannschaft muss dringend aun ihrer konstaz arbeiten.

    • Ich beruhige mich mit der Theorie, dass dieser Fussball der ersten Halbzeit kaum von einer Mannschaft 90 Minuten durchgespielt werden kann und daß ein Zurücknehmen kein Drama ist.

      Ich theoretisiere weiter, dass, wenn die Zebras einen Anschlusstreffer gemacht hätten, der Turbo wieder zugeschaltet worden wäre. Die schlechte Chancenauswertung macht mir da sogar viel mehr sorgen, denn bei einer durchaus möglichen 5:0-Führung kann man dann auch mal in gemütlichen Zuckeltrab fallen. Wäre mir alternativ sogar lieber. Für die Nerven und so🙂

      • Piet sagte am :

        Oooh ja, die Nerven, die waren in der zwoten ziemlich gespannt… (und ich bin saufroh, dass wir Hain haben). Ich vermute auch, dass dieses Tempo aus der ersten einfach nicht durchzuhalten war. Und natürlich haben nicht nur wir einen Trainer, der die Mannschaft in der Halbzeitpause etwas Dampf unterm Hintern machen kann.😉 Mit etwas mehr Polster wären meine Nerven deutlich geschont worden, keine Frage.

  3. Kees Jaratz sagte am :

    Wenn ich da aus Verlierer-Sicht noch was zu sagen darf: Auf mich hat euer Spielvermögen so gewirkt, als ob es für diese Konterspielweise nur das dauerhafte „an“ oder „aus“ gibt. Da wäre meiner Meinung nach nicht viel umzuschalten gewesen, selbst wenn ein Tor gefallen wäre. Vielleicht gibt es da einen Zusammenhang mit dem Versuch kontrolliert zu spielen. Denn da habe ich zumindest in diesem Spiel die gleichen Schwierigkeiten wahrgenommen wie bei den meisten Zweitliga-Mannschaften. Ob das immer so ist, wisst ihr besser.

    • Ist was dran. An- und ausgeknipst. Den Eindruck haben ja manche von uns bei diesen seltsamen zweiten Halbzeiten.

      Übrigens, herzlich willkommen, ich freu mich immer sehr, wenn auch Fans der anderen Vereine hier mitreden, das erweitert auch immer ein bißchen den Fußballhorizont🙂

      Kontrolliertes Spiel: es wird. Immer besser. Da glaub ich jetzt auch einfach mal dran.

  4. Die Alternative hat ja Borussia Mönchengladbach einen Tag später gezeigt. Einfach die Chancen besser verwerten und genug Tore vorlegen, um selbst bei kontrollierter Spielweise immer noch zu gewinnen.

    Aber darüber habt ihr euch ja schon genug ausgelassen. Und ich erwähne es auch deshalb nur noch einmal, um dem Dank für das Willkommen einen fußballspezifischen Rahmen zu geben.😉

  5. Pingback: Duisburg - Blog - 02 Feb 2010

  6. Pingback: Tweets that mention “Gastblogger” zu MSV Duisburg – FC St. Pauli 0:2 « Fabulous Sankt Pauli -- Topsy.com

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: