Fabulous Sankt Pauli

.. ist die einzige Möglichkeit

Antje Sievers: zero points

Da wird eine Kleinkünstlerin namens Antje Sievers vom Verein im Rahmen der 100Jahr-Feierlichkeiten eingeladen, das Fest als Präsentationsplattform zu benutzen und ihre Kunst -aus was immer die auch bestehen mag- einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren. Ohne Gage, aber immerhin die Möglichkeit für Eigenwerbung und Verköstigung hätte es auch gegeben.

Theoretisch hat man zwei Möglichkeiten, auf eine solche Einladung zu reagieren: man nimmt sie an und präsentiert seine Kleinkunst oder man lehnt sie höflich ab.

Frau Sievers hat sich für eine dritte Variante entschieden: die unhöfliche, pampige und beleidigende. In ihrem Antwortpamphlet ist die Rede von

einem drittklassigen Zweitligaverein mit erstklassigem Tuntenballett

und von

8000 besoffenen Fußballfans

für die ihre Kunst (ich habe von dieser Person noch nie was gehört, erwähnte ich das schon?) anscheinend so etwas ist wie Perlen vor die Säue. Unsere

kackbraunen T-Shirts

sind auch nicht so ihr Geschmack – kurzum: die Dame möchte nicht.

Komplett nachlesen können Sie das hier

Da ich mich mit der Art und Weise dieser Absage spontan so gar nicht anfreunden konnte, habe ich Frau Sievers mal eine kurze und im Ton wesentlich freundlichere Email geschrieben, die gänzlich ohne strafrechtlich relevante Passagen auskommt:

Sehr geehrte Frau Sievers (wobei ich mich mit der Ehrung in der Anrede wirklich schwer tue),

nach Lektüre Ihrer von Kinderstube völlig befreiten und geschmacklosen Antwort auf das Ersuchen des FC Sankt Pauli anlässlich der Festivitäten zum 100jährigen Jubiläum kann ich nur feststellen, dass ich froh bin, dass mir Ihre Kunst -von der ich natürlich noch nie vorher etwas gehört habe- auch auf meinem weiteren Lebensweg erspart bleibt.

Ob man den Verein nun mag oder nicht oder ob man als „Künstler“ die Gelegenheit wahrnimmt, sich einem breiteren Publikum vorzustellen, das ausser den von Ihnen vermuteten „besoffenen Punks“ durchaus auch aus Klientel besteht, die sich Kunst noch leisten kann, ist Ihre Einlassung auf das Angebot einfach nur arrogant, dumm, uninformiert und polemisch.

Für Ihre weitere Zukunft wünsche ich Ihnen ganz spontan aus aktuellem Anlass eher nur wenig Gutes, aber damit wird jemand mit Ihrer Attitude sicher fertig.

Mit ohne Hochachtung

Edit: mittlerweile ist einem meiner findigen Kommentatoren gelungen, die von einem Impressum unbeleckte Seite der Künstlerin zu finden. Kein Wunder, dass ich nicht die geringste Ahnung hatte, wer diese Person eigentlich ist. Nichts verpasst also.

Edit: sollten das hier Kleinkünstler lesen, die das gleiche honorarlose Angebot bekommen haben und es entweder freundlich abgelehnt haben oder sogar angenommen haben, ohne sich wie fünfjährige Sojasprossenpflücker aus China ausgebeutet gefühlt zu haben, würde ich mich über Kontaktaufnahme freuen, aus reinem Interesse.

Edit: zumindest war Frau Sievers´Mailbox heute nicht nur mit Buchungsanfragen gefüllt… Post von QuotenIrud.us hier

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51 Gedanken zu „Antje Sievers: zero points

  1. Wenn ich das richtig sehe, ist das die Dame, die hier

    http://www.amar-bauchtanz.de/

    Ihre Kunst anbietet. Übrigens mit ohne (vorgeschriebenes?) Impressum, wenn ich das richtig sehe…

    Hätte eh nicht gepasst. Sag ich einfach mal so. Und über den Rest .. einfach den Mantel des Schweigens hüllen. *fg*

  2. Auf dieser Seite ist tatsächlich kein Impressum ersichtlich. Erstaunlich, dass Sie das dieser Dame zuordnen konnten. Und der Mantel des Schweigens ist genau das passende Kleidungsstück.
    Natürlich musste sie Angst haben, angesichts einer Demonstration ihrer Kunst von 8.000 besoffenen, eskalierenden Punks frenetisch gefeiert zu werden. Immerhin!

  3. Gabi + Otto sagte am :

    ZUSTIMMUNG!!! in allen Punkten!!

  4. unverlierbar sagte am :

    wie ich sehe, trägt die dame rautenblau, vielleicht sollte sie es dort mal probieren.
    von einem kackbraunem t-shirtträger

  5. Puh, da haben die Pauli-Fans aber Glück gehabt, dass sie die Dame nicht sehen müssen.

    Beeindruckend schlechter Stil, ganz egal was sie denkt, sich so äußern ist nur daneben.

    • Da sind wir aber echt nur ganz knapp vorbeigeschraddelt. Wenn sie tanzt, wie sie schreibt, hätten wohl nicht mal die 8.000 Vollgesoffenen ihren Spaß gehabt.

      Nein, stilvoll wäre eine freundliche Absage gewesen, mit diesem Schreiben deklassiert sich die Dame noch weit unter das, was sie verächtlich als „drittklassig“ bezeichnet.

  6. Aufrufe zur Selbstausbeutung stehen uns aber eigentlich auch nicht gut.

    • Selbstausbeutung? Den Begriff finde ich nun auch wieder etwas arg streng. Das war ein Angebot zur kostenlosen Zurschaustellung vor einem wahrscheinlich aus mehr als fünf Leuten bestehenden Publikum. Dass der Verein finanziell nicht der FCB ist, weiss die Dame anscheinend ja, drittklassig hat eben kaum Geld. Wenn sie die Möglichkeit zur Selbstdarstellung gegen Selbstausbeutung nicht wahrnehmen will, absagen. Aber nicht so.
      Davon ab bin ich jetzt im Nachhinein nicht unfroh, dass sie nicht kommt. Wie Curi0us schon sagte, so wirklich geapsst hätte der *hust* showact nicht, oder?

  7. Pingback: uberVU - social comments

  8. Apropos schlechter Stil: wer veröffentlicht eigentlich private eMails in aller Öffentlichkeit? Ach, das war sie selbst. Na, dann ist ja alles gut…

    • Bei der Veröffentlichung von (fremden) privaten Emails muss man sehr vorsichtig sein, sonst tanzt irgendwann ein Richter den Namen…

      • Hallo Frau jekylla!

        Ich war ebenfalls so frei und hab ein „Feedback“ abgesetzt.

        http://www.QuoteniRud.us

        Künstler sind halt nicht immer Freigeister im eigentlichen Sinne.

        Manchmal sind sie halt durch totale Selbstüberschätzung verblendet.

        Wenn dies dann erkannt wird,ich mutmaße mal in diesem Fall, wird jedes Ventil genutzt um den Frust in seltsamen Formen freien Lauf zu lassen.

        Die Künstlerin Frau Sievers sollte sich vielleicht gut beraten fühlen, Ihre Energie ,neben der künstlerischen Tätigkeit, auf einen „Nachhilfekurs“ in Sachen Toleranz&Knigge zu lenken!

        Ich freue mich, wie ich hier zu lesen, über so viele Menschen, die gleichgesinnt denken.

        Vorüt Bruun Wit!

        Quoteni Rudus aka. quotenrocker

        • Freue mich auch, dass Sie hier waren, hatte Ihr Feedback auch schon oben im Text verlinkt.

          Das einzige Gegenargument blieb bisher der Vorwurf an die Agentur, Dienstleistungen für lau anzufragen. Kann man drüber streiten. Über den Rest nicht.

  9. Piet sagte am :

    Ich bin relativ fassungslos! Was mag in diese Frau gefahren sein, dass sie nicht nur grob unhöflich antwortet, sondern v.a. so einen uninformiert-unsachlichen, vorurteilsbehafteten, homophoben Sch*** von sich gibt? Das taugt ja noch nicht mal zur Realsatire, das ist einfach nur peinlich.

    • Ähnlich peinlich finde ich allerdings, dass sie als Gastautorin auf dieser Seite das auch noch veröffentlichen kann. Sagt auch was über diese Seite aus, oder?

      Das „Wir über uns“ in diesem Zusammenhang sehr interessant….
      http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/authors/

      • Piet sagte am :

        Ach, auf dem Portal veröffentlichen ja verschiedene Leute, mal besser, mal weniger gut, häufig umstritten. Was m.E. nicht immer an den Autoren liegt.😉 Aber ihre Antwort hat aus meiner Sicht nicht mal was auf dieser Seite zu suchen, passt da thematisch überhaupt nicht hin.

        Ich glaub, sie wollte sich nur mal auskotzen, was allerdings ziemlich in die Hose gehen dürfte.

        • Vielleicht sollte die Dame bloggen. Mit Impressum. Oder zumindest einer Art Impressum.
          Aber sie schreibt ja selbst Mails nicht mit ihrem Namen, wie soll man denn da durchblicken?😉

  10. Ich tippe auf Fan eines anderen Vereines und meine damit nicht meinen.

    • Ich gehe eher davon aus, dass in den Augen von Frau Sievers Fußballfans grundsätzlich ein Alkoholproblem haben. Sie also auch.
      Nur dass Sie nicht Fan des „Tuntenballetts“ sind.

      Der „Tagesspiegel“ nannte diesen Schreiber-Club mal „..eine Vereinigung von Freunden des unkonventionellen Denkens…“ DIESE Denke ist alles andere als unkonventionell, sie ist homophob und schlechter Stil.

  11. Tina sagte am :

    Na da kann ich nur in allem zustimmen.

    Kein Impressum auf einer gewerblichen Webseite? Kennt jemand einen Abmahnanwalt? *fg*

    Bei Denic steht ihr Name drin.

    • *g* Der Gedanke kam mir auch schon, allerdings bin ich aufgrund meiner eigenen Abmahnallergie wieder davon abgekommen. Aber vielleicht findet sich ja der Betreiber von Gudruns Backbuch hier ein und lässt sich inspirieren?

  12. Holger sagte am :

    Ich habe eben auch den Artikel von Frau Sievers gelesen. Und kann es einfach nicht glauben. Ich habe wirklich selten eine solch unreflektierte Polemik gelesen.

    Naja bei der Recherche über diese Frau Sievers (anscheinend machen wir FC-SP Fans dass alle siehe oben (Hej wir sind voll schlau und keine FusiProlls)) bin ich auf diesen Blog gestossen:

    Ich finde das Frau Sievers den Aspekt „ehrenamtlich“ nicht versteht! Für mich ist Verein so wie ich es im kleinen damals kennengelernt habe: die Kids spielen Fussball, die Papis bauen am Vereinsheim oder mähen den Rasen die Muttis machen Kuchen und Kartoffelsalat (Ok altes Weltbild – Frau am Herd usw. aber egal). Auf jeden Fall machen es alle gerne! Es ist ja unser Verein!

    Genauso ist es für Bela B. und alle andere auch die „klein“Künstler eine Ehre dabei zu sein! Ohne Gage!

    • Piet sagte am :

      Es spricht ja nichts gegen Polemik. Sie muss den Verein auch nicht mögen, muss sich dann natürlich auch nicht ehrenamtlich beteiligen, usw., alles ihre Privatangelegenheit.

      Nur: Dies IST keine Polemik. Keine Satire. Es ist einfach nur unhöflich, unsachlich, uninformiert. Und homophob. Ersteres löst bei mir ungläubiges Kopfschütteln aus, letzteres ärgert mich.

    • Bei so offen zur Schau getragener Dummheit Begriffseinschränkung fehlen mir auch die Worte. Zumal sie es -da würde ich drauf wetten- auch noch supercool findet, dem FC Sankt Pauli mal gesteckt zu haben, wo die „kackbraunen T-Shirts“ hängen.

      Kommt die Frau aus der Nähe der Seenplatte??

      • Holger sagte am :

        habe sogar direkt mit Frau Sievers gemailt. Hier der Auzug:

        Hallo Frau Sievers,
        ich habe eben Ihren Artikel gelesen. Und kann es einfach nicht glauben.
        Ich habe wirklich selten eine solch unreflektierte Polemik gelesen. Deshalb folgende Fragen:

        Kennen Sie den FC-StPauli?
        Waren Sie schonmal im Stadion und haben ein Spiel gesehen?
        Kennen Sie den Stadtteil St. Pauli?
        Waren Sie jemals Mitglied in einem Verein?
        Haben Sie sich über den Begriff „ehrenamtlich“ Gedanken gemacht?

        Schade das Sie so Hass verblendet sind.
        /////////////////

        EDIT: Die gepostete Antwort von Frau Sievers habe ich zunächst mal entfernt, da ich sie eben auch per Mail um Genehmigung zur Veröffentlichung unseres privaten Emailverkehrs (also ihrem Anteil) gebeten habe unter der Prämisse, dass ich im Gegensatz zu ihr private Emails nicht veröffentliche. Sobald sie einer öffentlichen Zurschaustellung ihrer Mails zustimmt, bitte wiedereinstellen. Bis dahin möchte ich nicht ins gleiche stillose Horn blasen wie sie mit dem Mailwechsel mit dem FC Sankt Pauli.😉

  13. Paul sagte am :

    ist wie beim Schnorren – manche geben dir was, manche reagieren verärgert.

  14. Pingback: Super! « Metalust & Subdiskurse Reloaded

  15. Robert sagte am :

    Nun ja, liebe Leute, die Verbundenheit zum Verein in allen Ehren, aber für Kunstschaffende ist es generell ein Problem, mit der Arbeit nicht ganz ernst genommen zu werden. Es ist Arbeit, eben nicht „ehrenamtlich“. Der Kassenwart des Taubenzüchtervereins übt ein Ehrenamt aus. Da steckt das Problem der Dame. Ein befreundeter Schriftsteller wird auch desöfteren zu unbezahlten Gelegenheiten eingeladen. Was vorlesen aus dem Werk, aber mit Geld tun sie sich schwer.

    Ein Bela B., der sich keine Sorgen um sein Kleingeld machen muss, hat es viel leichter, bei seinem Lieblingsverein aufzutauchen. Doch für andere ist es nunmal harter Broterwerb. Darum ihr Hinweis auf den Handwerker, den man auch nicht mit Buffet abspeisen kann.
    Klar war sie etwas bissig. Deine Antwort ist nicht unbedingt höflicher. Der betonte Wunsch, wenig Gutes möge kommen. Die Grußlosigkeit.

    • Etwas bissig? „Tuntenballett“ finde ich nicht mehr etwas bissig.

      Und da ich mittlerweile Antwort von ihr bekommen habe, bin ich von meiner Wortwahl auch im Nachhinein überzeugt.
      Im Gegensatz zu ihr allerdings stelle ich privaten Mailwechsel nicht ungefragt online, so bleibt das Vergnügen zur Zeit nur mir allein vorbehalten.

      Es hat sie niemand gezwungen, dem Angebot zuzustimmen, ich glaube kaum, dass ihr der Brief mit vorgehaltener Winchester übergeben wurde. Eine kurze Absage oder von mir aus gar keine Reaktion wäre gescheiter gewesen als dieser stilistische Offenbarungseid. Davon abgesehen, dass auch ein Künstler einen gewissen Geschäftssinn haben sollte. Hier sollte es wohl kein Auftritt in der „Scharfen Ecke“ auf St. Pauli sein, sondern schon etwas, das ihr vielleicht auch neue Bewunderer ihrer Kunst gebracht hätte. Dass sie das nicht möchte, ist eins. WIE sie das nicht möchte, das andere.

      Und exakt da endet mein Respekt. Und meine Grußwünsche ebenso.

      • Robert sagte am :

        Ja, Geschäftssinn ist ja auch schön, aber ihr „Tuntenballett“, wie sie das so bezeichnet, kann eher nicht an Fußballfans vermitteln. Das ist so, als würde man in Peking Marienbildchen feilbieten.

        Ich bitte nur mal, ehrlich für sich zu prüfen:
        Stell dir vor, du bekommst einen Anruf:“ Du kannst für uns arbeiten. Aber bitte für lau!“ Ich denke, jeder, der von seiner Arbeit überzeugt ist, würde da nachfragen, ob der Anrufer noch alle Tassen im Schrank hat.

        Das Leben ist leider keine lustige Party, auf der jeder Kuchen mitbringt. Das Leben ist teuer und man hat seine Liebsten zu versorgen.

        • Ich finde eine Absage überhaupt nicht schlimm. Nur die FORM.

          Und – ich arbeite in einer Dienstleistungsfirma – wir haben recht regelmäßig Anfragen nach „könnte man da nicht kostenlos einen Vortrag von Ihnen einbauen?“ – WIR sehen das immer AUCH als Gelegenheit, potentielle Kunden anzusprechen. Und wenn wir das nicht so sehen, sagen wir halt „danke, aber wir machen das in dem Fall nur bezahlt/gar nicht“. Und gut ist.

        • Schöne Frage, Robert, kann ich direkt beantworten. Solche Anrufe hatte ich schon, in anderem Zusammenhang. Und da habe ich jeweils abgewogen, ob mir das Angebot, kostenlos zu arbeiten, eventuell Spaß machen könnte und ich es deswegen tue oder ob es gute Werbung ist und ob ich es deswegen tue. Oder ob ich es nicht tue, weil beides nicht zutrifft. Auf jeden Fall habe ich keine der Anfragen in einer Art und Weise beantwortet, wie das Frau Sievers getan hat. Es handelte sich um eine höfliche, freundliche Anfrage, die man höflich und freundlich oder auch gar nicht hätte beantworten können.
          Was Frau Sievers erreicht hat, ist zumindest, dass jetzt deutlich mehr Leute wissen, wer sie ist, was sie macht und wie so ihre Ansichten sind. Das hat ihr -möchte ich mal vermuten- allenfalls neue potentielle Kundschaft bei der Klientel gebracht, die solches Gedankengut und solches Verhalten selbst praktiziert. Das ist ja dann schön für Frau Sievers. Geschäftlich gesehen war das aber vermutlich eher eine glatte Sechs.

          Zusammenfassend kann man wohl sagen:
          1. Frau Sievers hat sich ausgekotzt.
          2. Frau Sievers hat dadurch eine Menge Freunde gewonnen. Nur nicht unbedingt im Umfeld des Anfragers (Vermutung).
          3. Was den FC Sankt Pauli und Frau Sievers angeht, verhält es sich mit der Anfrage und der Ablehnung ungefähr wie mit der deutschen Eiche und der Wildsau.
          4. Ich wüsste gerne, wer die 8.000 sind, vielleicht könnten die sich mal kenntlich machen, damit man wenigstens weiß, wo die Bösen sind?
          5. Frau Sievers beziehungsweise der männliche Mailaccount, der mir vorhin geantwortet hat, zieht es bisher vor, nichts mehr zu sagen. Leider auch keine Genehmigung zur Veröffentlichung ihrer Antwortmail. Schade eigentlich.
          6. Das Internet ist kein Ponyhof. Wenn man sich so exponiert, wie Frau Sievers das tut, muss man auch souverän mit dem Echo umgehen. Da hakt es ein bißchen, soviel kann ich verraten😉

    • Holger sagte am :

      Tut mir leid aber der Vergleich mit dem Handwerker ist ja auch Blödsinn. Vergleichen wir es lieber mit der Party eines guten Freundes. Natürlich wirst du da einen Kuchen backen und mitbringen – auf Deine Kosten natürlich.

      Wem dieser Vergleich auch zu blöd ist – wer gedanklich nicht von seiner Erwerbstätigkeit loskommt: Soll es der Künstler als Invest sehen – invest in new buisness. Was denkt Ihr denn wie oft die Grossen/Fetten Künstler für Umme auftreten. Das nennt man dann Promo-Tour!

      Und wie viele Klempter bauen auf Materialaufwand das Vereinsheim ihres Lokal-Kickerverein aus? Ja Leute, es ist nunmal ein harter Broterwerb.

      • Genau, Promo-Tour, das war das Wort, das mir vorhin fehlte. Werbung. Bessere als eine 10×5 Zentimeter große Anzeige in der Beilage einer schnell durchgeblätterten Yellow-Press-Ausgabe. Zum Beispiel.

        • Euch ist aber schon klar, dass wir hier von Bauchtanz reden, oder?

          Wußte gar nicht, dass man damit überhaupt Geld verdienen kann. *hust*

          • Sehen Sie, so sind die Fans vom FC Sankt Pauli und der Verein. Weltoffen, tolerant, anderen Kulturen aufgeschlossen, der Kunst zugewandt. Undank des Künstlers ist der Lohn. Oder so.

          • Holger sagte am :

            Lieber Curious, bitte die Diskussion sachlich halten! Es bringt gar nix wenn man sich auf untere Schublade einlässt!
            Was Frau S. macht ist Ihre Sache erst wenn Sie gegen andere fies wird darf das Fies werden kommentiert werden😉

            • Mal den Ball flachhalten. Ich glaube eigentlich, dass mein Post als Humor zu erkennen ist. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass die Autorin hier das so wahrgenommen hat…

              • P.S. (ich mach mal die Ingrid) es *bringt* sowieso alles gar nichts. Was soll das hier bringen? Außer ärgern/belustigen/whatever? Wir werden so die Welt nicht ändern, die betroffene wird ihren Standpunkt halten, wir unseren, so what? That’s Internet…

            • Glauben Sie mal, Holger, dass Curi0us so weit runter sicher nicht kommt. Nicht kommen kann.

              @Curi0us: selbstverständlich wird es nichts bringen, da mache ich mir schon lange keine Illusionen mehr. Außer, daß „Autoren“ merken, dass das, was sie so schreiben, nicht nur gelesen, sondern auch gewertet wird. Und Sympathie gewinnt sie mit dem Pamphlet nicht. Nö, mehr hats nicht gebracht. Nur, dass es durch Blog und twitter jetzt ein paar mehr Leute gelesen haben als vorher. Und ich bezweifle, dass sie von denen gebucht wird. Grupo Werbefail.

  16. Über die Damen und ihren Stil müssen wir nicht weiter reden.

    Aber es gibt auch eine parallele Wahrheit und die ist, dass man Freiberuflern nicht anschnorren soll. Das gehört sich nicht. Das hat der FC im besten Fall mal schlecht kommuniziert. Denn es klingt wie: Komm zu uns als Praktikant für lau und Du bekommst ein tolles Zeugnis.

    • „die Dame“ natürlich.

    • Könnte es sein, dass Du kein Freiberufler bist? Das passiert Freiberuflern nämlich ständig. Von Freund, Feind und Fremd.
      Wenn die Dame die Veranstaltung nicht als Werbeplattform nutzen möchte, bleibt ihr das unbenommen. Aber sich in Beleidigungen zu ergehen und den privaten Emailverkehr zu veröffentlichen, ist von Stil ohnehin Lichtjahre entfernt.

      Selbstverständlich kann sie sich dazu äußern, wenn ihr das nicht gefällt. wie oben erwähnt, würden mich die Meinungen der Kleinkünstler interessieren, die das nicht als persönlichen Affront gesehen haben, sondern als Möglichkeit, sich vielleicht mal statt sich in in einem privaten Wohnzimmer oder der Eckkneipe zum Vortanzen/Vormalen/Vormusizieren buchen zu lassen, mal in einem größeren Umfeld werbewirksam zu päsentieren.

      Wie gesagt, ich kenne solche Schnorranfragen und manchmal haben die sogar Erfolg. Das liegt im Ermessen des Beschnorrten.

      Sorry, da werden wir nicht zueinanderkommen, da es nicht nur die Art und Weise ist, in der sie agiert, sondern auch inhaltlich grob daneben tanzt. Um beim Thema zu bleiben.

      • Stimmt. Bin ich nicht. Hab nur lange Zeit welche ein- und verkaufen müssen. Und darüber immer wieder mit Kunden debattiert, die nicht verstehen, dass man ihnen nicht das schenken möchte, was man zum Broterwerb betreibt.

        Der FCSP hat scheinbar mal global gefragt und sich bei der Dame vertan. Daraus schliesse ich, dass er das nicht zielgerichtet gemacht hat, sondern per Massenmail. Und das kritisiere ich. Ist nicht ganz so schlimm wie der Ausfall den es provoziert hat, aber mindestens gedankenlos.

        Will Dich da aber auch gar nicht überzeugen.

        • Ich gebe ja zu, dass ich selbst zuweilen Beißreflexen nachgebe, wenn ich meine Grund dazu zu haben, aber den Erstangriff würde ich nicht öffentlich machen. Da gehts schon mal los.
          Ob das global oder einzeln war, weiß ich nicht, da kann ich nur mutmaßen und das wiederum will ich nicht.

          Die Dame hat es in einer echauffierten Mail geschafft, den Verein, die Fans und die Mannschaft zu beleidigen und spätestens beim Wort „Tuntenballett“ endete jedwede Form des Verständnisses. Bei Homophobie und sei sie auch nur angehaucht, verstehe ich überhaupt keinen Spass. Da bin ich komplett humorlos.

  17. sparschaeler sagte am :

    danke für ihre absage, fr. sievers. das letzte was ich auf dieser veranstaltung sehen möchte, das eine deutsche frau, die die kunst des bauchtanzes in drei abendkursen in der örtlichen vhs erlernt hat, ihren bauch öffentlich zur schau stellt.

    • Aber Weiterbildung lohnt sich doch, bei einem Stundenlohn von EUR 450 (15-20 Minuten Show für EUR 150) will man sich ja auch nicht einfach so an 8000 Besoffene verschenken.

      Habe übrigens in Dubai erst kürzlich eine hervorragende Vorstellung einer „Dubaierin“ gesehen, die Künstlerin war hervorragend. Naja, Bauchtanz by birth ist auch eine andere Nummer, glaube ich.

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