Fabulous Sankt Pauli

.. ist die einzige Möglichkeit

Gedankensplitter eines Fans des FC Sankt Pauli

Ich veröffentliche ja normalerweise nur eigene Beiträge (bis auf eine Ausnahme bisher), aber diesen Beitrag wollte ich Ihnen nicht vorenthalten. Es sind die Gedanken eines FC Sankt Pauli-Fans, der diesem Verein seit über 30 Jahren die Treue hält, und der die Emotionen der letzten Tage in einer Email, die mir gestern abend zuging, in Worte fasste (die Genehmigung zur Veröffentlichung habe ich selbstverständlich eingeholt).

Warum bin ich eigentlich ein glühender Fans des FC St.Pauli geworden? Das ist eine gute Frage, die ich mir in den letzten Tagen oft gestellt habe. Es war die Saison 76/77 in der 2. Bundesliga Nord, als ich wohl zum ersten mal Franz Gerber und Walter Frosch live gesehen habe, die Stimmung, der kompromisslose Einsatz eines Walter Frosch, der sich und seine Gegner nicht schonte, Fans, die wie eine Wand hinter der Mannschaft standen, da wußte ich: das ist mein Verein.

Seitdem habe ich durch diesen Verein einige meiner schönsten und meiner bittersten Momente erlebt und ich möchte nicht einen missen. Der Aufstieg 2001 in Nürnberg z.b., den ich auf dem Heiligengeistfeld auf einer Großbildleinwand mit gefühlten 20.000 anderen verfolgte. Das 2:1 durch Deniz Baris hab ich noch jubelnd erlebt, nach Abpfiff konnte ich nur noch heulen. An den Moment, als die Mannschaft Stunden später auf der Bühne vor uns stand, erinnere ich mich, als wär es gestern und noch heute bekomme ich dabei eine Gänsehaut.

Aber auch der bitterste Moment, das entscheidende Relegationsspiel in Gelsenkirchen gegen die Stuttgarter Kickers 1991 gehört einfach dazu. Ich erinnere mich, dass eine volle Kurve, nachdem der Schlußpfiff ertönte, sass und zu nichts mehr fähig war. Ich habe danach nie mehr in soviele leere Gesichter geblickt. Da war kein Pöbeln oder Pfiffe zu hören, nur Stille. Als sich nach und nach Spieler in die Kurve trauten, sind wir aufgestanden und haben applaudiert, was blieb uns auch übrig, die Mannschaft hatte alles gegeben und die Kickers waren in diesem Spiel einfach besser. Ich habe in diesem Moment so etwas wie Stolz empfunden, dass man in der Niederlage soviel Größe zeigen konnte.

Nur leider habe ich wenig Hoffnung, dass dies heute auch so ablaufen würde. Beim Spiel gegen Bielefeld habe ich nur Wut, die in Hass umgeschlagen ist, um mich herum gespürt. Bierbecherwürfe auf den Schiedsrichter, Pöbeleien auf alles und jeden und ein Stadion, das in wenigen Minuten leer war. Das war das i-Tüpfelchen auf Erlebnisse in den letzten Monate, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte. Der Tag zuvor beim Anstehen für eine DK hat mich fassungslos gemacht, wer dabei war weiß sicher was ich meine.

Ich bin zur Zeit an einen Punkt angekommen, an dem ich ganz viele Dinge, was das Fan-sein betrifft, in Frage stelle, und ich weiß nicht, ob ich das alles so noch mittragen kann. In den letzten Monaten habe ich mich oft bei meinen Stadionbesuchen nicht mehr wohlgefühlt und dabei ist sehr viel kaputt gegangen.

Nur ein einziger Hinweis statt eines Kommentars: ein sehr lesenswerter Artikel zum Thema Fans, Vereine, Illusionen auch auf dem zebrastreifenblog

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44 Gedanken zu „Gedankensplitter eines Fans des FC Sankt Pauli

  1. Das sitzt erstmal. Traurig. Aber wahr.

    • Insbesondere hat mich das sehr berührt, weil dieser Fan normalerweise weniger der Emotionen im Sechserpack verströmende Typ ist. Da weiß man, WIE tief das sitzt.

  2. kubakanone sagte am :

    das gibt mir aber auch zu denken!!!!

  3. kuschelpunker sagte am :

    das ist eine ganz bittere pille, die ich so aber auch erstmal schlucken muss. bei meinen letzten besuchen im stadion erging es mir aber ähnlich. wer so selten wie ich ins stadion geht bemerkt das alles noch intensiver. sehr unschön, da muss man sich als fan mal hinterfragen in wie weit die „unterstützung“ der letzten spiele wirklich der mannschaft und dem ganzen dienlich ist!

    • Auf der einen Seite heißt es immer, die Mannschaft braucht jede Minute Support aus den Vollen, wenn Montags 20 Minuten boykottiert wird, können sie aber doch mal ohne. Ganz ohne, wohlgemerkt. Dient es den eigenen Zwecken, wird argumentiert, dass das Profis sind, die einfach ihren Job machen und nicht zwingend auf 90 Minuten Dauersupport angewiesen sind, auf der anderen Seite sind die „Normal“-Supporter nicht genügend. Schulnote 6.
      Sie sehen, man kommt beim Drübernachdenken vom Hundersten ins Tausendste. Davon ab habe ich mich schon oft bei vielen gefragt, warum sie das Spiel nicht einfach in einer Kneipe schauen, da sind die Wege zur Toilette kürzer. Von auch nur annähernd Bezug zum Spiel und zur Mannschaft ist gerade auch bei Auswärtsfahrten von einigen sehr wenig zu spüren. Aber beschwer Dich beim dritten, der beim Durchdrängeln mit einem Sechser-Tragerl die Hälfte über Dich kippt, und Du kriegst auch noch blöde Sprüche an die Backe.

      Im Moment bin ich so grundgenervt, stelle ich fest. Das hat aber nichts mit dem Verein, dem Fußball, der Mannschaft zu tun. Ich tue mich nur sehr, sehr schwer mit dem Akzeptieren der Fakten. Dass wir mittlerweile so sind wie alle anderen auch. Trotz Kurvenselbstverwaltung.

  4. unverlierbar sagte am :

    Der Kollege spricht (schreibt) mir aus der Seele. Auch meine erste Saison am Millerntor war 1976/77.
    Auch ich habe alle Höhen und Tiefen mitgemacht. Das grandiose 2:0 gegen die Raute im Volksparkstadion, der glatte Durchmarsch von Liga 1 in Liga3, den Lizenzentzug, die Retteraktion und, und, und … Ich war am Wochenende bei der DK-Aktion nicht dabei, aber ich empfinde es fast schon als HOHN, wenn heute auf der FCSP-Webseite steht, dass es für das Spiel gegen Celtic noch 8.000 Steh. & 5.000 Sitzplatzkarten gibt. Manchmal denke ich, der FCSP sollte lieber nicht in die 1. Bundesliga aufsteigen (wenn er denn aufsteigen sollte) und das Stadion hätte so bleiben sollen wie es ist, mir macht das alles langsam Angst.

    • Genau diesen Gedanken hatte ich auch, als ich die Meldung las.
      Muß zugeben, dass ich mir bisher keine Karte gekauft habe. Wollte das nach dem Anstehen tun, aber nach der Verkündung waren wir alle wie erschlagen. Auch unser sonst üblicher Ausklang in einer Kneipe ums Eck entfiel fast ohne daß wir uns darüber einigen mussten. Wir sind einfach alle stumm nach Hause.

      Diese Zahlen sind aber schon aussagekräftig…

      • Wen ausser ein paar Gegengeradlern interessiert schon Celtic?! Wenn ich mich besaufen wollen würde wäre es vielleicht das ideale Spiel, ansonten muss ich mir das nun aber echt nicht geben, diesen irischen Nationalismus gepaart mit ein wenig Bier und viel Nationalfahnengeschwenke.

        • Hm. Mich hätte das Spiel des FC Sankt Pauli interessiert.
          Und die Celtic Fans, die oft weit anreisen, um unseren Verein spielen zu sehen. Aber ich verstehe, das sind Nebensächlichkeiten😉

        • sparschaeler sagte am :

          wenn celtic + seine fans hier so wenig willkomen sind sollte man über eine kündigung der fanfreundschaft nachdenken

        • Hansi Bargfrede sagte am :

          Gottlob interessiert die Fanfreundschaft zu Celtic noch immer die weitaus überwiegende Mehrheit der FC St. Pauli Anhänger. Genau diejenigen jedoch, die solche Traditionen in Frage stellen und sich dann auch noch trauen, darüber zu schwadronieren, sind diejenigen, die in den letzten beiden Abschnitten konkret gemeint sind. Diejenigen, die auf Traditionen und Stil, auf Überzeugungen und Erfahrungen in borniert, jugendlicher Attitüde meinen verzichten zu können, wie auf Gemeinsinn, soziales Gewissen, Rücksicht auf sich und andere, sowie letzendlich auf „political correctness“ und historisches Wissen.
          Erinnert sich noch jemand daran, dass wir aus gutem Grund seit Jahren eine Freundschaft zum 1. FC Köln pflegen? Trotz Podolsky.
          Ich bin kein „Gegengeradler“ (tolle „Schimpf“-Wortschöpfung), da ich mich jedoch auch der „Old School“ angehörig fühle, mache ich eins ganz klar: Ich lasse mir vom dilletierenden, jugendlichen Zeitgeist nicht den Verein kaputt sabbeln.

          • sparschaeler sagte am :

            oha, respekt, herr bargfrede !!

          • LOL, du bist ja lustig. Selbst seit Jahren nicht mehr im Stadion versuchst du mir hier eine noch lebendige Fanfreundschaft zum FC Köln zu verkaufen- mal ernsthaft, den letzten Köln – St. Pauli- Freundschaftsschal habe ich irgendwann 1994 oder so gesehen.

            Und wenn die Freundschaft zu Celtic die weitaus überwiegende Anzahl interessiert- warum wurden dann erst so wenig Tickets abgesetzt, als die Dauerkarteninhaber und Vereinsmitglieder welche kaufen konnten?

            Finde ich im übrigen schön, nochmal als jugendlich tituliert zu werden, hatte ich seid rund 20 Jahren nicht mehr, dass mich wer als jugendlich bezeichnet.

            • Einspruch, zumindest aus der Kölner Ecke höre ich das sehr oft anders, persönlich sehr intensiv anlässlich des Karnevalskicks vor dem Wiederaufstieg der Kölner und auch von einem sehr guten Freund (Kölle-Fan by birth und nur knapp älter als Du) von dem ich übrigens den Fanfreundschaftsschal kürzlich erst geschenkt bekam, ich kann ihn Dir gerne mal mitbringen, er ist immer noch aktuell. Auch bei den Kölnern übrigens, die aufgrund dieser Fanfreundschaft regelmässig den FC Sankt Pauli bei Spielen z.B. gegen Koblenz unterstützen. Aber das sind ja alles ewig Gestrige. Schon verstanden.

              Btw: sind dann die New Yorker Fans, die ja wohl auch weniger ins Stadion kommen, aber jedes Spiel im TV verfolgen, sich in einer Fankneipe treffen und auf ihre Weise St. Pauli zelebrieren, auch keine Fans? Ich frag ja nur mal, man muss ja sehr vorsichtig sein, ob man sich Fan nennen darf oder nicht in jüngster Zeit.

              • sparschaeler sagte am :

                das ist alles old school…….

                sprechblasen abzusondern ist dagegen hip

              • Mir ist es scheissegal, wer sich Fan nennt oder nicht. Du machst da bei mir ein Fass auf, was gar nicht aufzumachen ist, weil gar kein Deckel drauf ist…
                Trotzdem habe ich keine Kölnutensilien am Millerntor gesehen, und Celticschals gibts auch nur auf der Gegengerade ein paar..

                • Nun eskalier mal nicht gleich, ich bezog mich lediglich auf Deinen Eingangsatz „selbst jahrelang nicht im Stadion“, der Hansi quasi jegliche Kenntnis über das Umfeld abspricht, nur weil er nicht im Stadion ist.

                  Wir müssen uns auch nicht über Schals streiten oder Fanfreundschaften, die offenbar tatsächlich auch gar nicht mehr gewollt sind, diesen Eindruck habe ich nämlich auch.

                  Ist doch ok, du findest Celtic doof, also gehst Du nicht hin. Ich finde Rostock zum Beispiel doof, geh da aber trotzdem hin. Weil da nämlich noch ein anderer Verein spielt. Meiner.

                  Offenbar kommen im Rahmen dieser verunglückten Dauerkarten-Aktion noch einige andere Dinge hoch, die den einen oder anderen Fan bewegen. Ich finde daran nichts falsch. Man muss nicht alles gut finden. Und darf es auch sagen.

                • sparschaeler sagte am :

                  hast du auch eine eigene meinung oder bist du ferngesteuerter phrasendrescher???

                  • Bevor die Fronten hier vollends verhärten, warten wir doch einfach mal ab, was bei den angekündigten Gesprächen an Einsichten kommuniziert wird.
                    Ich kann USPler, die das Konzept USP zur Lebenseinstellung erklärt haben, ebenso verstehen, wie die, die das nicht nachvollziehen können. Man sollte nur darauf achten, dass die Gräben zwischen den Fans nicht größer werden. Da hätten wir nämlich den Salat. St. Paulis größtes Potential, die Fans…. und zwar ALLE.

                  • Hui, nun nicht nur Jugendlicher, sondern endlich auch ferngesteuerter Ultra. Hach, ist mir alles egal, eigentlich will ich eh nur wissen, wie der Kommentar hier jetzt rein optisch daherkommt.🙂 Meine eigene Meinung dazu steht im übrigen auf meiner Seite. Seit Sonntagmorgen, und damit deutlich schneller, als sich irgendwelche Gremien miteinander absprechen und was formulieren können. Insofern: Nein, ich bin nicht ferngesteuert.

                    • Hallo? Das wird eng hier! Bei Drängeleien bin ich gerade sehr empfindlich!!😉

                      Ganz unten weiter bitte!!

        • Hansi Bargfrede sagte am :

          ..damit es hier mal wieder etwas horizontal wird, antworte ich hier oben noch mal.
          1.) Borniert, jugendliche Attititüde ist genau das Gegenteil von Jugendlichkeit.
          2.) Wer im Stadion nicht gesehen wird, befindet sich nicht zwangsläufig nicht im Stadion.
          3.) Mein schon ziemlich langes Leben lang habe ich mich stets geweigert mich als „Fan“ von was auch immer zu bezeichnen. Ich gehöre zwar einem FC St. Pauli „Fanclub“ an, empfinde mich jedoch nicht als „Fan“. Ich war weder Beatles, noch Stones „Fan“. Ich bin Anhänger. Ich liebe etwas oder jemanden von ganzem Herzen, oder eben auch nicht. Ich bin jedoch keinen Deut fanatisch dabei. Auch wenn ich mich ebenso freue oder leide, wie die Fanatiker. Ich verliere jedoch niemals die Kontrolle über mich. Das unterscheidet mich vom „Fan“. Und deshalb ist es mir auch sowas von Latte, ob ich als „Fan“ bezeichnet werde oder wer mich als solchen sieht oder nicht sehen möchte. Die selbst ernannten „Fan“ Juroren (oder auch Mini Dieter Bohlens) sind für mich dabei kein Maßstab.

          • Naja, Hansi, Fan oder Anhänger sind für mich jetzt eher Begrifflichkeiten, die zweitrangig sind. Auch Anhänger können fanatisch sein. Die Quintessenz ist eher die, dass man niemanden braucht, der einem sagt, wie man am besten Fan ist. Fan-Juroren braucht in der Tat kein Mensch.

            Und dass Du niemals die Kontrolle verlierst mag sein, zuweilen jedoch die Contenance. Und exakt da kommt die Leidenschaft raus. Das soll keine Kritik sein, im Gegenteil😉

  5. Pingback: Kein-Saisonkarte-Kein-Heimsieg-Wochenende : Curi0usities

  6. Hardcorefans würde mich sicher nur als Modefan bezeichnen, aber auch mir geht sehr nahe, was mit meinem FCSP gerade so abgeht. Ich bin selten im Stadion und niemand, die mit Schals etc. „verkleidet“ laut herumsingen würde, dieso Sorte Fandasein ist nicht die meine, nie gewesen. Aber ich hänge als „Elblette“ und „West End Girl“ am Nachbarstadtteil. Ich mag Fans, die auch bei Niederlagen den Humor und ihre Größe nicht verlieren und die kein Problem damit haben, daß der Präsident ihres FC offen homosexuell ist. Ich war bei einigen historischen Schlachten im Stadion und habe auch noch irgendwo die Bundesligatabelle aus dem Kickerheft der Saison 95/96 herumliegen, als der magische FC auf Platz 1 der Tabelle lag – ok, nach dem ersten Spieltag, zugegeben, aber immerhin vor den Bayern! Ich war Retterin, Rasenpatin und war beim Weltpokalsiegerbesiegerspiel. Ich zahle auch seit Jahren gern still und leise meinen Mitgliedsbeitrag und unterstütze damit u.a. die Kinder, die nicht am Wochenende die Wahl haben ob sie auf den Golfplatz oder auf den Bolzplatz gehen sollen.

    Ich habe einige Zeit in Glasgow verbracht und Celtic ist mir sehr sympathisch. Und ich möchte gern ein Fussballfreundschaftsfest sehen, bei dem es um nichts geht als die gute Laune und die Stimmung zwischen seelenverwandten Clubs. Mir ist völlig egal wer gewinnt, denn die Gewinner beim FCSP sind fast immer die Zuschauer im Stadion, egal in welcher Kurve sie stehen und welche Mannschaft sie anfeuern.

    Was ich nicht sehen will sind Fans, die anderen erzählen wollen, was einen wahren Fan ausmacht. Denn die haben nichts kapiert.

    • Tja, das mit der guten Laune und Fussballfreundschaftsfest scheint ein größeres Problem zu sein als erwartet. Ich hatte das nämlich genauso gesehen, aber der irische Nationalstolz und seine Fahnen sind scheinbar auch keine gern gesehenen Gäste am Millerntor. Wäre aber ein separates Thema, obwohl es das Bild abrundet, dass sich die Fangruppen wohl sehr kontrovers entwickeln. Die Seelenverwandschaft wird anscheinend auch nicht mehr gesehen.

      Ich stimme Ihrem Beitrag ansonsten schlichtweg mal zu.

  7. Schlangenfranz sagte am :

    Moin Moin,

    mit grossem Interesse habe ich diese Diskussion, wie auch den blogg bzgl. der Vergabe der Saisonkarten durchgelesen.
    Das viele hier den Wunsch äussern, das beim FCSP doch nach Möglichkeit, alles beim Alten bleiben soll, isz zwar ein frommer und auch nachvollziehbarer aber leider auch ein etwas naiver Wunsch. Die menschliche Gesellschaft befindet sich in einem steten Wandel, welcher auch nicht spurlos am FCSP vorbei geht. und wir befinden uns nun einmal leider in einer Epoche, in der die staatlich verordnete Gesellschaftsverdummung, maximale erfolge feiert. Es ist noch keine 100 Jahre her, das es in diesem Land zu bürgerkriegsähnlichen Ausschreitungen gekommen ist, das es noch Menschen gab, die bereit waren für ihre politischen ansichten zu sterben. Die nächste massive Protestbewegung gab es (leider) erst ca. 50 Jahre später und schon diese beschränkte sich weitesgehend auf eine bestimmte Gesellschaftsgruppe, den Studenten, die nicht bereit waren, die weltweiten Missstände, kommentarlos zu akzeptieren. Mit der Stationierung von atomaren Mittelstreckenraketen, kam es noch zu den Ostermärschen und es formierte sich die Friedensbewegung, das war es dann aber auch schon. Heutzutage ist für die meisten die Welt in bester Ordnung, solange sie sich in den unzähligen Talk-Shows, an den ganzen Perversionen ergötzen können, die Hinz und Kunz von nebenan, zum Besten geben. Die grösste Sorge gilt ihrem persönlichen Favoriten, ob er es auch schafft, der nächste DSDS zu werden.
    Das die grösste Welt – und Kriegsmacht vermutlich, ihre eigenen Wolkenkratzer sprengt und tausende von Unschuldigen sterben müssen, nur damit man einen Vorwand hat, um in fremde Länder mit strategischer/wirtschaftlicher Bedeutung einmarschieren zu können und Gesetze verabschieden kann, welche die Bürgerrechte, weitesgehend ausser Kraft setzen, das alles wird kommentar – und widerstandslos akzeptziert, selbst die Regierungen, welche speichelleckend, hinter den Amis herrennnen, werden wieder gewählt. Dies sind nun einmal leider die Vorraussetzungen, mit denen man heutzutage konfrontiert wird und die man bei allen Überlegungen, auch wenn sie „nur“ den Lieblingsverein betreffen, berücksichtigen muss.
    Auch mich hat es im ersten Moment z.B. masslos geärgert, als beim entscheidenen Aufstiegsspiel der Saison 06/07, der Anheizer der USP hauptsächlich damit beschäftig war, die Fans in der Gegengerade permanent anzupöbeln, welche sich mal erlaubt haben, sich paar Minuten aufs Spiel anstatt aufs Singen, konzentrieren zu wollen…das ich z.B. am Donnerstag davor noch arbeiten musste, direkt nach der Arbeit vom Bodensee nach Hamburg gefahren bin, nur paar Stunden im auto schlafen konnte, bevor ich von dem Grossaufgebot der Polizei geweckt wurde, stundenlang noch für ne Karte vor dem AFM-Container angestanden bin, kann ja einer, der mit dem fahrrad zum stadion fahren kann, kaum ahnen…
    Aber danach sagte ich mir auch, wie so oft, (Mode)-Fans, Präsidenten und Spieler kommen und gehen aber was immer bleiben wird ist die Liebe zum Verein, das ist das einzige worauf es ankommt!! Es liegt in der Natur des Menschen, das alles Gute als selbstverständlich betrachtet wird und man die meiste aufmerksamkeit, dem negativen schenkt aber ich denke jeder von uns hat schon seine magischen, unvergesslichen Momente im Stadion erlebt und die sollten bei jeder Entscheidung massgeblich sein. Ich werde z.B. nie imn meinem ganzen Leben, die zweite Halbzeit des Abstiegskrimi`s im Mai des Jahres 2000 gegen Oberhausen vergessen, als sich ein ganzes Stadion erhob und sich 20000 Fäuste, im Rhytmus der Anfeuerungsrufe, in den Himmel streckten, das ist für mich, mit abstand der bewegensde Moment, den ich jemals am millerntor erleben durfte!!
    Was ich euch damit sagen möchte, ist das ihr für den erhalt euer Ideale und träume immer kämpfen müsst, steckt nicht den Kopf in den Sand und überlasst nicht kampflos der Sorte von Fans, die vom Alk geschwängert bei einem Punktverlust aggressiv und beleidigend werden, das ehrwürdige Millerntor!! Lebt eure Ideale und wenn ihr die einzigen im Stadion seit, die bei einer Niederlage, der Mannschaft noch den Respekt erweisen, sie zu verabschieden! Seit Fans vom Verein und nicht Fans der Fans!!
    Ich freue mich jedenfalls, Aufstieg hin oder her, unglaublich auf den Mai und meine 3 Besuche in Hamburg, auch wenn ich hierfür den grössten Teil meines Jahresurlaubes verwenden musste. Das Saisonfinale ist wie immer Pflicht, zum hunderjährigen, komme ich mit meinem besten Freund und Bruder im Geiste, denn das haben wir uns wahrlich verdient und für das Konzert am Millerntor, buchen wir vermutlich einen sonderzug der DB😉, da immer mehr Pauli-Sympathisanten aus dem bodenseeraum mitkommen möchten…Slime am Millerntor…ein Traum wird wahr :)))

    Es liegt weitesgehend nur an uns, was aus unserem geliebten F.C. Sankt Pauli wird und welche Werte er auch zukünftig verkörpern wird!!

    Liebe Grüsse vom Bodensee, Thorsten

    • sparschaeler sagte am :

      das beste am dk desaster ist die tatasache, das ich wieder fans lese die den unterschied machen und ich weiß ich bin doch nicht so alleine am millerntor.
      vielen dank dafür

    • Lieber Thorsten,
      danke für diesen Beitrag. Und vor allem für diese Stelle:
      Was ich euch damit sagen möchte, ist das ihr für den erhalt euer Ideale und träume immer kämpfen müsst, steckt nicht den Kopf in den Sand und überlasst nicht kampflos der Sorte von Fans, die vom Alk geschwängert bei einem Punktverlust aggressiv und beleidigend werden, das ehrwürdige Millerntor!! Lebt eure Ideale und wenn ihr die einzigen im Stadion seit, die bei einer Niederlage, der Mannschaft noch den Respekt erweisen, sie zu verabschieden! Seit Fans vom Verein und nicht Fans der Fans!!

      Ich hätte fast aus den Augen verloren, dass Resignieren niemals weiterhilft.

  8. wacho_chorro sagte am :

    Gottseidank sind wir beim FSV noch Lichtjahre von solchen Problemen entfernt. Ist nicht ironisch, sondern völlig Ernst gemeint. Das einzig halbwegs vergleichbare ist das „wetteifern“ darum, wer der bessere Fan ist.😉

    Aber wie bereits geschrieben, Kopf hoch und bitte, bitte weiterhin bloggen.🙂

    Ich ärgere mich nach der 24 Std. Mammuttour zum gestrigen Länderspiel schon genug. Da würde ein evtl. Wegfallen des Blogs mein Elend nur verlängern.😉

    Achja, beim FSV gäbe es noch DK .😉

    • Ein paar von den Kommentaren haben mich doch nachdenklich gemacht. Von wegen Aufgeben, Resignieren etc.
      Das ist nun eigentlich so gar nicht meins.

      Dem entgegen steht der Anspruch, den ich an mich selbst stelle. Wie kann ich denn von der Ferne aus über ein Spiel und das Drumrum berichten? Über das Drumrum gar nicht (und das interessiert wahrscheinlich viele Leser mehr als ein Spielbericht), und über das Spiel nur Hörensagen/TV/Stream. Da kann jeder jederzeit dagegen halten „Du warst ja gar nicht da“. Und reine Spielberichte findet man in jeder Sportzeitung online und auch andere Blogs leisten das schon ausreichend.

      Mußte gerade lachen, weil mir einer Eurer kleinen Stadionzeitungsverkäufer doch so aufgefallen ist, dem ich beim Spiel gegen Euch eine abgekauft habe und der mich fragte, ob die bei uns was kostet. Ich sag nein und er grinst ganz süß und sagt „naja, wir sind halt nicht so reich wie ihr“ (sinngemäß).

      Ohne Witz, ich sagte gerade gestern, wenn ich Lust auf ein Fußballspiel in der Nähe hätte, würde ich mich auf dem Bornheimer Hang einfinden. Weil es eben dort ist, wie es ist.😉

      Könnten Sie bitte Ihrer Mannschaft kommunizieren, dass sie den Klassenerhalt eintütet in Kürze? Danke.

      • wacho_chorro sagte am :

        Wir werden Ihrem Wunsch am 6.3. hoffentlich nachkommen😉

        • Hansi Bargfrede sagte am :

          Ohne Berechtigung möchte ich mich anerkennend in diesen Dialog einmischen, anlässlich der prompten Umsetzung des Wunsches Jekyllas.
          Auch wenn´s leider nur einen Punkt gibt, wer so am Betzenberg auftritt, hat den Abstieg nicht verdient.

        • Ich sollte mir öfter was wünschen, herzlichen Glückwunsch, das war tadellos. Ein Schritt mehr Richtung Klassenerhalt, weiter so!🙂

          • wacho_chorro sagte am :

            SING: “ Seht ihr Pauli so wird das gemacht, so wird das gemacht… “😉 (Ich hoffe Sie gönnen einem vom unteren Ende der Tabelle diesen Gefühlsausbruch)

            Aber im Ernst, wie bereits im Hinspiel kommt die Region nur Dank des äußerst schlechten Schiedsrichter zu 1 Punkt.

            Zum Thema „you´re only singing, when you´re winning“. Ich durfte live und in „Farbe“ miterleben, wie wir 200 Bornheimer ca. 29.600 Lauterer übertönten.

            Herrlich, ich mag garnicht mehr von meiner Wolke 7 runterkommen. Ab morgen überwiegt dann der Ärger über diesen unsäglichen „Parteilichen“. So, nun obliegt es Pauli aufzurücken.🙂

            • Den Ausbruch gönne ich Ihnen, ist ja ein Stück Wahrheit drin😉

              Herzlichen Glückwunsch, das lief ja auch ganz in meinem Sinne.
              Gut, dass ich mir das „sing-winning“ nicht eingebildet habe, ist irgendwie erschreckend, oder?

              Surfen Sie auf der Wolke und nehmen den Auftrieb mit, da kommen noch Aufgaben!

              Und morgen *bibber* das muß einfach!

              • wacho_chorro sagte am :

                auf das es hier immer enger wird.😉

                also, habe grad Videos und Bilder sondiert und habe ein Videobeweis für „unsere Theorie sing-winning“ gefunden.🙂

                Aber wenn ich jetzt ehrlich sein soll, habe ich ein Problem: Ich gönne Pauli von Herzen den Aufstieg, ABER freue mich genauso mit dem FSV am Millerntor zu Gast zu sein.
                In diesem Falle springe ich aber gerne über meinen Schatten.

  9. @Stefan Deinen Beitrag habe ich auch gelesen und war… irgendwie überrascht. Dann aber doch nicht. Du weißt schon.

  10. Schlangenfranz sagte am :

    Hallo Daniela,
    bevor ich mich nochmal zur eigentlichen Thematik äussere, möchte ich noch anmerken, das mir aufgefallen ist, das auf Deiner Seite hier, man sich weitesgehend mit Sie anspricht, was mich ehrlich gesagt leicht irritiert. Ich hoffe es stört Dich nicht, wenn ich die persönlichere Du-Variante wähle?
    Wie man hier unschwer feststellen kann und was mir auch schon bei den Netpirates, sehr positiv aufgefallen ist, ist Deine Leidenschaft und Dein Herzblut, die Du in unseren geliebten FCSP investierst. Man kann/darf/sollte aber niemals erwarten, das man die Liebe und die Leidenschaft, die man in etwas steckt, auch im gleichen Masse zurück bekommt…unerfüllte Erwartungen, verursachen nur allzu verständliche Frustration und Resignation, diese sollte einen jedoch niemals lähmen oder gar gänzlich entmutigen, sondern einen daran erinnern, das man stets um alles Liebenswerte kämpfen muss, das ist es ja auch genau das, was insbesondere wir Pauli-Fans immer von unserem Team erwarten, das sie nämlich für den erfolg alles geben und kämpfen, ob es dann schlussendlich reicht, ist zweitrangig, hauptsache es wurde versucht. Das es in den letzten Wochen, traurigerweise im zuge des sportlichen erfolges, vermehrt zu unerfreulichen Vorkommnissen gekommen ist, deren negativer höhepunkt scheinbar, die Vergabe der Saisonkarten für die südkurve war, kann einen zunächst schon mächtig frustrieren aber dies sind nicht mehr und nicht weniger nur Begleiterscheinungen und Rahmenbedingungen der eigentlichen Liebe, die dafür selber am aller wenigsten etwas kann. Von daher hoffe ich ganz stark und wünsche es Dir von ganzem Herzen, das mittlerweile Dein erster Ärger schon verraucht ist und Du wieder etwas optimistischer, dem ganzen gegenüber stehst!!
    Mich stört z.B. auch ganz gewaltig, das sich innerhalb der ursprünglich sehr gut gemeinten USP, ein Kreis gebildet hat ( was sich selbst aus der Schweiz unschwer beobachten lässt), der scheinbar der ansicht ist, elitärer und besser zu sein als der „gemeine“ Fan aber die würden mich niemals davon abhalten, wann immer mir möglich, das Millerntor zu besuchen, ich komme ja schliesslich den FCSP besuchen und nicht selbsternannte Halbgötter. Auch dieser Hang zur Selbstüberschätzung, ist ja kein Phänomen, das sich nur auf die USP beschränkt, sondern überall anzutreffen ist. Das sie sich selber immer mehr von ihren ursprünglichen Grundsätzen entfernen und auch entfremden, indem sie Jedem und Allem, was nicht 100%ig auf ihrer Linie schwimmt mit Intoleranz und Verachtung begegnen, ist verdammt traurig und schade aber auch leider nichts aussergewöhnliches. Das überhaupt in div. foren darüber diskutiert und auch gestritten wird, wer, wann, wo, welcher Fan ist, ist sehr, sehr schade aber vermutlich auch unvermeidbar…
    Was ich Dir damit sagen möchte (auch auf die gefahr hin mich zu wiederholen)zieh Du Dein ding durch und steh zu Deinen Idealen und Werten, sei ein vorbild an dem sich andere orientieren und aufrichten können, zeig jedem der es sehen will, das es auch anders (besser) geht!! Und ich denke diesbezüglich bist Du auf einem sehr gutem, produktivem weg, was sich auch in der Resonanz Deines weblogs wiederspiegelt und ich bin der felsenfesten Überzeugung, das es keinerlei Qualitätsverlust bei Deiner spielberichtserstattung geben wird, vollkommen egal, ob Deine Eindrücke in der Süd -oder Nordkurve oder auf der GG entstanden sind!!!
    You`ll never walk alone Daniela!!

    Liebe Grüsse, Thorsten

    • Thorsten, wenn ich Beiträge wie Deinen lese (und wir können als „alte“ Netpirates“-Bekannte😉 gerne auch beim Du bleiben, wenn es Dir angenehmer ist), wird mir so richtig derWind aus den Zornsegeln genommen und ich weiß, wofür ich das mache. Also alles, auch dieses Blog hier, mit dem ich mir sicher nicht nur Freunde mache. Aber anscheinend kann ich ja nicht anders, das wird wohl an den Idealen und Werten liegen, von denen Du sprichst. Selbstverständlich besuche das Millerntor nicht wegen der „Halbgötter“, sondern wegen des FC Sankt Pauli und das mit meiner liebgewonnenen Bezugsgruppe.
      Für mich als auswärtiges Mitglied wäre es ja auch weniger ein Problem, eine Karte zu bekommen, das ist ja das skurrile. Ginge es nur um mich, müsste ich mich ja gar nicht so ärgern, beim Anstehen eine Niete gezogen zu haben. Aber die Leute, die mir lieb und wert und ans Herz gewachsen sind, sind nahezu chancenlos. Zu den letzten Kartenschnäppchenterminen sind nun mal alle auf der Arbeit und auch Urlaubstage sind nicht unbegrenzt. Sich zu Horrorpreisen bei ebay, irgendwelchen Tickerportalen oder bei den Schwarzhändlern einzudecken, kommt nicht in Frage, schon aus Prinzip nicht.

      Das wird unvermeidlich dazu führen, dass ich weniger -viel weniger- im Stadion sein werde. Mir persönlich -nachdem der erste Frust verraucht ist- wäre es egal, ob Süd, GG, Nord, obwohl ich mich auf der Süd ganz wohlgefühlt habe, aber für mein mobiles Beatmungsgerät zum Zwecke der Revitalisierung (anderes Wort für „gegen Überalterung“, gestern gelesen) wäre wohl auf der Nord, GG oder Haupt auch Platz. Gefühlt. Leider nicht faktisch.

      So lange meine Eindrücke im Stadion entstehen, ist ja alles gut. Das wird sicher auch bei einigen Auswärtsspielen dann der Fall sein, zu denen ich entweder alleine oder mit einzelnen anderen über die Republik Versprengten gehe. Aber eben nicht mehr in der Regelmässigkeit am Millerntor. Und hier. Live ist eben live.

      Über die Resonanz des Blogs, gerade in den letzten Tagen, bin ich trotz des traurigen Anlasses, wirklich erfreut. Wie es schon sparschaeler schrieb, es tut gut, wenn man merkt, dass man mit vielen Eindrücken und Gefühlen nicht alleine ist, und das ist gut. Das bringt auch ein bißchen die Motivation zurück. Nicht nur, dass das hier doch irgendwie mehr Sinn macht und dass es auch Sinn macht, mit allem anderen weiterzumachen. Das hat so was Französisches. Aux Armes. Mit einem anderen Hintergrund. Ich werde ganz sicher an Dich denken, wenn ich beim nächsten Spiel in der Kurve das Aux Armes schreie. Da gehts dann nicht nur an die Mannschaft, sondern auch an mich.

      Danke, Thorsten.

    • >Was ich Dir damit sagen möchte (auch auf die gefahr hin mich zu wiederholen)
      >zieh Du Dein ding durch und steh zu Deinen Idealen und Werten,

      Machen andere übrigens auch, und ecken scheinbar bei denen, die sich am durchziehen stören damit dann an.😉

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