Fabulous Sankt Pauli

.. ist die einzige Möglichkeit

Die Ölkanne des Tages ***updated***

geht heute an

Michael Meeske

für seine mehr als ungeschickte -höflich formuliert- Aussage bezüglich eines Verkaufs des Stadionnamens hier.

Der FC St. Pauli will sein Stadion nicht umbenennen. Zumindest nicht sofort, wie Geschäftsleiter Michael Meeske sagt. 2008 stimmten die Mitglieder gegen einen Namensverkauf, die Vereinsführung stoppte Gespräche mit Unternehmen. Aber natürlich werde verinsintern weiter über einen Verkauf diskutiert, so Meeske. „Noch haben wir nicht zwingend den ökonomischen Druck.“

Mit Verlaub, Herr Meeske, haben Sie eigentlich zugehört, was Herr Orth so gesagt hat? Wenn nein, interessiert Sie das in Ihrem Orbit nicht? Wenn ja, welchen Teil davon haben Sie inhaltlich nicht verstanden?

Wie in aller Welt können Sie das für klug halten -und ich bin sicher, das tun Sie auch noch- in einer äußerst sensiblen Phase wie dieser das Thema „Verkauf des Stadionnamens“ zu diskutieren? Sind Sie von allen guten Geistern verlassen, zu diesem Zeitpunkt auch noch Öl ins Feuer zu gießen?

Das wäre eigentlich nur noch durch geistesverwirrende Substanzen zu entschuldigen, aber das scheint einfach nur Ihr Stil zu sein. Schon allein wegen Ihnen bleibt mein Jolly Rouge aktiv. Zur Zeit sollten Sie sich über den ökonomischen Druck weniger Gedanken machen als um den, der quasi unmittelbar vor Ihrer Tür steht.

In Hamburg sagt man Tschüss?

*** UPDATE***

Update: Richtigstellung

Am Freitag wurde in einem Online-Magazin ein Artikel zum Thema Stadionsponsoring veröffentlicht (und mittlerweile korrigiert), welcher der Vereinsführung des FC St. Pauli unterstellte, weiter über den Verkauf des Stadionnamens nachzudenken.

Hierzu stellt FC St. Pauli-Geschäftsführer Michael Meeske klar: „Spätestens seit dem Beschluss der Mitgliederversammlung 2007 haben wir keinen Gedanken daran verschwendet, den Namen des Millerntor-Stadion zu verkaufen. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. In dieser Sache haben die Mitglieder das letzte Wort.“

via FCSP.com (via stpauli.nu )

***

Das ist aber nun mal eine schnelle Richtigstellung. Es bewegt sich was. Mein Zitat ist ein c&p Zitat gewesen, der Artikel lautet nun leicht anders, Sie haben also den vorher/nachher Effekt inklusive.

Der Originaltext liest sich zwar leicht anders, ob es das nun insgesamt besser macht, sei mal dahingestellt. Was mich aber sehr freut, dass das wirklich schnell ging von Vereinsseite, auf Reaktionen zu reagieren, so sie denn angekommen sind. Das ist dann wohl das mit den kurzen Wegen. Well done.

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39 Gedanken zu „Die Ölkanne des Tages ***updated***

  1. Immer gleich diese Aufregung. Der Mann hat doch ein anderes Zielpublikum.

    Ausserdem ist es auch demokratisch, wenn sich Mehrheiten ändern. Das mit dem ökonomischen Druck finde unglücklich formuliert. Das leitet ja dann die zukünftige Erpressung ein. Aber zu einer Erpressung gehören auch immer noch zwei Parteien.

    • Noch rege ich mich ja nicht auf, sondern wundere mich nur.
      Der Mann mag ein anderes Zielpublikum anvisieren, aber im Moment geht der Schuß so als Querschläger ins Knie.

      Die Einleitung der zukünftigen Erpressung ist eine so unsensible Maßnahme, dass ich mich frage, ob man ihn dafür als Marketingtalib bezeichnen könnte.

  2. und wieso überhaupt Ölkanne?

  3. Danke.

    Auch für das Wort „marketinglabil“.

  4. unverlierbar sagte am :

    man könnte auch noch den vereinsnamen verkaufen. fc psd-bank st. pauli oder so. ich hoffe das ist nur ein alleingang des herrn meeske.

  5. „Für Teile der Vereinsführung ist der FC St. Pauli ein Wirtschaftsunternehmen, eine \”Marke\” und ein Hobby. Für viele Fans im Stadion ist der Verein jedoch weit mehr als dies: nämlich ein Stück ihres Lebens und ihres Lebensinhaltes und somit keine rationale, sondern eine Herzensangelegenheit.“

    … schrob der ständige Fanausschuß dieser Tage. Dass es tatsächlich so extrem „schwarz-weiß“ ist hätte ich jetzt nicht vermutet. Was sucht Meeske eigentlich beim magischen FC? Soll er doch in St. Ellingen anheuern …

    • Ich würde ihm freundlich nachwinken. Bestimmt.
      Auf der einen Seite hat er einen Job zu machen und das ist sicher -generell gesprochen- beim FC Sankt Pauli kein leichter.

      Auf der anderen Seite sollte er sich mit den Modalitäten doch wirklich langsam auskennen…
      Seltsam. Gerade Marketingexperten sollten sich mit dem „Produkt“, das sie verkaufen doch besonders gut auskennen. Ich sehe da einen Widerspruch.

  6. Großartig in dem Bericht fand ich ja den Herrn H. aus St., der von der Stadt Hamburg gerne aktuelle Verkehrsschilder haben möchte für seine Wie-auch-immer-sie-gerade-heißt-Arena. Selten so gelacht.
    Herr Meeske hingegen sollte momentan einfach mal weniger reden, er tut sich und dem Verein gerade keinen Gefallen damit.

  7. Piet sagte am :

    Der Name Exxon-Valdez ist auf laaange Sicht in die Köpfe der Leute eingebrannt, die seinerzeit geplante Umbenennung von Esso in Exxon hier in Deutschland augenblicklich gestoppt und schon lange kein Thema mehr. Kein einziger Tanker wurde seit dem mehr nach dem Mutterkonzern benannt, aus gutem Grund.

    Ich stelle mir nach den Verlautbarungen bzgl. Schnitzel/Wetten gerade vor, unser Stadion hieße tatsächlich, wie damals geplant, ‚Pokerroom‘. Kann sich jemand auch nur annähernd vorstellen, was DAS marketingtechnisch bedeutet hätte, selbst wenn das Stadion schnellstmöglich umbenannt worden wäre?!

    Hände weg von unserem guten Namen! Millerntor bleibt Millerntor!

    • Und ich sach noch letztens zu jemandem,“..was für ein Glück, dass sich keiner mehr am Stadionnamen vergreifen würde, der würde ja einen Flächenbrand auslösen…“. Und schwupps, da kommt der Meeske mit dem Streichholz in der Hand daher.

      • Piet sagte am :

        Naja, mit sich selbst diskutieren und träumen kann er ja, wie er lustig ist.

        Aber er sollte sich nicht im Traum einfallen lassen, unseren guten Namen tatsächlich zu verkaufen. Ich glaube, wenn sich der Vorstand bzgl. der Jolly Rouge-Proteste schon verschätzt hat (also was den Rückhalt und die Entschlossenheit angeht), dann ahnt er nicht im Mindesten, welche Proteste er mit einer erneuten Verkaufs-Diskussion auslösen würde! Nicht annähernd!

    • Ach, das ist doch kein Grund. So ein Risiko geht man bei Werbung beiderseitig immer ein. Spielt der Verein schlecht, leidet der Sponsor, aber auch umgekehrt.

      Dann müsst man werbefrei bleiben.

  8. „…ob Marketing-Direktor Carsten Cramer es in einem Interview mit der Kirsche ungerecht findet, dass es so viele Westfalenstadion-Spruchbänder im Stadion gibt.“

    Wenn ich sowas lese, dann geht mir der Hut hoch!

    Wir brauchen viel mehr Jolly Rouges!!

  9. Meeske spielt wohl schon länger mit dem Gedanken wie man hier lesen kann:
    http://bit.ly/9HmMZk
    Er sollte mal Corny fragen, der kennt die Reaktionen darauf.

  10. Die Aussage ist wohl vom 6.12.:

    http://www.jura.uni-hamburg.de/magazin/2010/12/vermarktung-von-namensrechten-an-sportstaetten/

    Da liest sich das auch noch mal ein bißchen anders; besser macht das aber nix, weil da Logiken sichtbar werden, die, mal Herrn Stenger zitierend, nicht St. Pauli-like sind.

  11. Verlesen? sagte am :

    Du zitierst:
    „Aber natürlich werde verinsintern weiter über einen Verkauf diskutiert, so Meeske“.

    In dem verlinkten Artikel lese ich aber:

    „Aber natürlich werde vereinsintern weiter darüber diskutiert, wie man den Erlösausfall kompensieren kann, so Meeske. “

    Und das ist eine völlig andere (meiner persönlichen Meinung nach auch aktuell durchaus vertretbare und nachvollziehbare) Aussage.

    Sturm in der Ölkanne ;-)? Woanders anders zitiert?

    • Nein, nicht verlesen, sondern c&p eingefügt, also korrekt zitiert zum Zeitpunkt des Zitates.
      Für nachträgliche Entschärfungen kann ich, wie man sieht, nicht garantieren.

      Mit anderen Worten.😉

  12. Pingback: Viele Köche kommunizieren Brei #FCSP » Sankt Pauli - NU

  13. Der Spon Artikel scheint entschärft worden zu sein. Habe bei mir eine Richtigstellung von Meeske geposted:

    http://stpauli.nu/?p=1830

  14. Muss er die Kanne jetzt zurückgeben?

  15. sparschaeler sagte am :

    mund halten, lernen und arbeiten, herr meeske

  16. Der Zeitpunkt ist natürlich wirklich sehr (un)günstig. Je nachdem aus welcher Sicht man es sieht.
    Logische Konsequenz:
    WEG MIT DENNEN DA OBEN!! FÜR EIN AUTONOMES SANKT PAULI!!😀

  17. Pingback: Ausblick: auswärts gegen 1899 Hoffenheim « KleinerTods FC St. Pauli Blog

  18. Klaus Ottens sagte am :

    Ich war auf der Veranstaltung am 6. Dezember 2010 und kann bestätigen, dass Michael Meeske von Herrn Haas, der den Artikel auf Spiegel Online verfasst hat falsch zitiert wurde. Mir ist unverständlich, wie es zu diesem Zitat kommen konnte, da Meeske bei der Veranstaltung ausdrücklich festhielt, dass ein Verkauf des Stadionnamens nicht in Frage kommt. Offenbar war beim Verfasser des Beitrags die Erinnerung an die Veranstaltung nicht mehr ganz frisch.

    Insofern handelt es sich bei dem inzwischen korrigierten Zitat um einen Sturm im Wasserglas und mein Rat an alle, die sich über derartige Berichte echauffieren: Nicht alles glauben, was in der Zaitung steht!

    • Da haben Sie natürlich grundsätzlich Recht, allerdings kommt es halt auch immer ein bisschen drauf an, von wem so etwas -falsch- zitiert wird. Es gibt Menschen, von denen kann man sich so eine Aussage gat nicht vorstellen, bei anderen passt es so schön ins sonstige Repertoire. Es wäre nicht das erste Mal gewesen, dass Herr Meeske sich nicht durch sonderliche Sensibilität auszeichnet im Interview, so schließt man -wie in diesem Fall- dann schnell rück. Und manchmal eben auch vorschnell. Ich habe das Update mit der Richtigstellung auch so schnell wie möglich eingebaut.

      Ihr Ratschlag, nicht alles zu glauben, was in der Zeitung steht, sollte sich konsequenterweise dann auch auf die erstrecken, die z.B. den seltsamen Verlautbarungen in der MoPo über die Ziele und Intentionen der Sozialromantiker einfach so glauben und sich darüber echauffieren.

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