Fabulous Sankt Pauli

.. ist die einzige Möglichkeit

Die kommende Saison wirft ihre Schatten voraus – Rostock-Fans prügeln sich schon mal warm

Am Rande des Rhodendendron-Festes in Graal-Müritz wurde am Samstagabend ein Besucher von gut 30 Fans des FC Hansa durch den Ort gejagt und verprügelt. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wurden zwei Schläger vorläufig festgenommen.

Das Opfer, ein 24 Jahre alter Mann, war offenbar ins Visier der Gruppe geraten, weil er eine blaue Jacke des Hamburger Fußballklubs St. Pauli trug. Nachdem er vor den Hooligans zunächst flüchten konnten, holten sie ihn schließlich ein. Sechs bis acht Männer schlugen und traten auf das wehrlose Opfer ein, rammte ihm sogar ihre Knie in den Magen. Der 21-jährige Rädelsführer entriss dem Opfer zudem die Jacke und zündete sie an.

Quelle: Ostsee-Zeitung

Ich habe extra mal eine Zeitung aus der Region zitiert, damit es nicht wieder heisst, die Hamburger machen wieder Stimmung. Wie sagte es stpauli.nu so treffend: Hansas hässliche Fratze. Aber das waren sicher wieder nur die, die sonst nie da sind. Wie kommt es, dass ich jetzt schon weiss, dass ich drei Auswärtsspiele ganz sicher nicht besuche? Also zwei schon mal sicher, das dritte wird noch ausgespielt.

Schade, dass es bei Facebook keinen „Das kotzt mich an“-Button gibt…

Ach ja, die Ostseezeitung titelte vorher «Hansa-Fußball-Fans» misshandeln St.Pauli-Anhänger‎ – Ostsee Zeitung, diesen Artikel gibt es aber nicht mehr. Die Titelzeile war ihnen dann wohl doch zu…. was auch immer..

Edit: Bitte den Nachtrag lesen, ein Zeuge hat den Zeitungsberichten hier noch einiges nicht Unwichtiges hinzuzufügen.

Und der Betroffene selbst hat sich dann dankenswerterweise auch hier geäußert.

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81 Gedanken zu „Die kommende Saison wirft ihre Schatten voraus – Rostock-Fans prügeln sich schon mal warm

  1. Diese Zeitung hatte ich nicht ohne Grund über twitter verlinkt. Noch amüsanter wird es aber, wenn man über die Google-News-Suche herausfindet, daß der Artikel ursprünglich den Titel „«Hansa-Fußball-Fans» misshandeln St.Pauli-Anhänger“ trug – nur war das für die einheimische Leserschaft wohl zu aufdringlich, weswegen der neutralere Titel mit dem überfallenden Fußballfan auf einem Fest gewählt wurde und man erst den Artikel lesen muß, um auf die Täter und das Opfer zu kommen…

    Und die Hansa Rostock Fans sind natürlich keine, weil so etwas ist ja nicht fanatisch und sonst sind die sicher auch nie bei einem HRO-Spiel…

    Eigentlich hatte ich aufgrund einiger Meldungen in letzter Zeit ja etwas Hoffnung geschöpft, daß die dort in Rostock ein wenig dazugelernt haben. Aber das war wohl nichts.

    Zu DEM Auswärtsspiel und auch einem anderen bekommt man mich auch nicht. Körperliche Unversehrtheit geht vor.

    • Lustig, ich habe das gerade zeitgleich noch eingearbeitet, den Link bei Google, der nirgends mehr hinführt…

      Sie hatten Hoffnung? Ich nicht.

    • Rob sagte am :

      Es ist traurig, wie mit informationen umgegangen wird. es ist traurig, das in der doch so guten presse nicht davon zulesen ist, das 2 hansa fans ihn geschützt haben und sich zwischen ihm und den chaoten gestellt haben. und selbst die polizei und krankenwagen gerufen haben.

      • Danke für den wichtigen Hinweis, leider konnte ich dafür in der Presse noch nichts finden, sollten Sie etwas wissen, wäre ich für einen Link dankbar.

        Umso froher bin ich, dass ich eine regionale Zeitung als Quelle angegeben habe, sonst hieße es jetzt wieder, die Hamburger Presse unterschlägt wichtige Informationen.

        Wie gesagt, sollten Sie das irgendwie dokumentieren können, arbeite ich das auch gerne oben ein, weil ich das wirklich für sehr wichtig halte. Oder waren Sie dabei als Zeuge?

        • Irgendwie steht diese Beschützeraktion in keiner Zeitung oder sonstwo, auch die Google-News-Suche bringt derartiges nicht zum Vorschein. WIrd nur in Kommentaren als unbelegte Behauptung angeführt. Wohl eine der typischen Legendenbildungen auf so einen feigen Übergriff, wie man es auch beim HSV-Hool-Überfall in Altona erleben mußte, wo flugs ein anderes Ablenkungsmanöver gestartet wurde. Einfach überall in jedem Forum ohne Beleg behaupten und dann wird es schon wahr. Propaganda pur. Bei so einem feigen Überfall ein absolutes Unding.

          • Ich warte ja noch, dass Herr Rob sich mit seriösen Quellen nochmal zurückmeldet…. *hüstel*

            Edit: Habe mal bei der Ostseezeitung nachgefragt, ob da diesbezüglich irgendwas bekannt ist oder in Erfahrung gebracht werden kann.

            • So oder so wird diese „Meldung“ schon überall verbreitet. Zeitgleich mit der Behauptung, daß die Presse alles unterschlagen würde, was HRO positiv darstellen könnte, die Meldung von dem feigen Überfall angezweifelt wird und sowieso nur in allem einen Propagandaangriff auf Hansa Rostock vermutet wird… *gähn*

              • Beruhigend, dass die „regionale“ Zeitung das ebenso tut.
                Dann interessiert es mich umsomehr, was sie dazu sagen. Wenn sie der Propaganda bezichtigt werden.

              • Außerdem ist das eine interessante Anschuldigung, dass die Presse alles positive über HRO unterschlagen würde. Was soll das denn so sein, dieses „alles“? Also seit Pastörs. Und davor.

                • Das ist die immer wieder zu beobachtende Legendenbildung. Sieht man auch regelmäßig auf negative Berichte bei Verfehlungen von HSV-Fans. Entweder kommt der Vorwurf, über Gewalttaten anderer Fanlager werde nicht berichtet (nur über die eigenen) oder aber, das angeblich existente Gute werde verschwiegen (hier ein aktuelles Beispiel). Natürlich immer ohne Quellenangabe außer vielleicht einem „ich kenne da eine zuverlässige Quelle und die kennt jemand, der mal mit einer im Bett war und deren Bruder wiederum hat beim Frisör mitbekommen, daß einer davon berichtete, daß es so und so war“ oder dergleichen.

                  Und natürlich sind diese Fans keine, sind sonst nie da und alle HRO-Anhänger sind friedlich. Im Gegensatz natürlich zu uns, bei uns sind alles Chaoten.

                  Da steckt System hinter. Und dies ist zu demaskieren.

        • Rob sagte am :

          Ich bin einer der beiden

          • Rob sagte am :

            ich weiss, das es ein feiger überfall war von hansa chaoten. und ich weiss das ich von kurz nach 1 bis kurz vor halb 2 drei nal den notruf gerufen haben. bis mir dann ein polizist fragte, ob ich ihn jetzt bedrohen wollte, nur weil ich sagte, das es bescheiden aussieht.

  2. Was mich die ganze Zeit verwundert ist diese angeblich BLAUE FCSP-Fanjacke… o.O

    • Entweder ein Tippfehler oder sie haben sich vertan beim Prügeln. Auch das würde ich nicht ausschließen. Alles, was aus Hamburg kommt, ist evil….?

      • Ich vermute mal eher, die Farbe ist bei der Überarbeitung des Artikels mit hineingerutscht. Oder der arme FCSP-Fan hatte seine Jacke zur Tarnung vorher gefärbt? Ach, ich will das nicht weiter vertiefen.

        Eines fehlt mir hier noch: GUTE BESSERUNG an den Armen!

        • Zur blauen Jacke: Schonmal überlegt, dass es eine Art Kutte gewesen sein kann? Die sind meistens aus Jeans. In Blau. Siehe z.B. die ganzen Hamburger Originale.

          Ansonsten habe ich zum Beispiel im Fischland/auf dem Darß noch nie negative Erfahrungen mit St. Pauli-Klamotten gehabt. War allerdings auch nie Nachts auf Partys. Es sind also lange nicht alle Menschen dort so.

          Ich könnte auf die Region (nein, nicht Lautern, die Region Rostock) in Sachen Fußball trotzdem gerne verzichten.

    • Aber auch wenn es tatsächlich ein Fan des anderen Hamburger Vereins gewesen sein sollte (Verwechslung?), blliebe es ja dennoch gruselig, da mache ich keinen Unterschied.

  3. Tja, ich kann mich nur wiederholen:
    Pazifismus ist beim Fußball leider unerwünscht.
    Alles Gute dem Opfer!!🙂

    • Ich wäre ja nach wie vor für eine Art Fight Club Gelände vor den Stadien, wo sich die Prügelwilligen treffen können (ohne Polizei und auch ohne Arzt). Würde mehr Platz im Stadion bedeuten und es bekämen nie die Falschen ab.

  4. Wenn dich irgendwelche Hools irgendwo am Arsch der Welt sich miteiander schlagen, ist das doch okay, wen störts? Aber sowas ist nicht vetretbar, das ist scheiße und trägt wieder nur dazu bei, das Bild der Hansa-Fans zu verschlechtern.. Schade.. Nach der Aktion mit Pastörs hatte ich eigentlich ein wenig Hoffnung..

    • Sag ich doch, wenn sie sich untereinander schlagen, bitte schön.
      Das Bild der Hansa-Fans zu verschlechtern, ist allerdings nach ihren Auftritten auch in der dritten Liga rund um die Spiele eher nicht möglich. Die Aktion mit Pastörs fand ich gut, aber Hoffnung hatte ich trotzdem nicht. Naja, ich fahr da ja nicht hin und hoffe sehr, dass das unser erstes Heimspiel werden wird. Das mit der Platzsperre. Dann lohnt es sich wenigstens. Zwei Fliegen, eine Klappe. Dafür müsste der DFB aber mal mitdenken.

      • Der DFB wird bestimmt nicht auf die Idee kommen… und selbst wenn.. Da werden trotzdem einige kommen und versuchen in Hamburg Stress zu machen..
        Ich bin heilfroh, wenn die Spiele vorbei sind…

        • Vielleicht stelle ich dem DFB die Idee ja mal vor😉

          Es gibt ein paar Spiele, bei denen ich mich auch jetzt schon freue, wenn sie vorbei sind. Ergebnis egal, Hauptsache, keine Verletzten.

          • „Ergebnis egal, Hauptsache, keine Verletzten.“
            Absolut!

            Die Idee wird auf Widerstand stoßen, auch bei St. Pauli-Fans..

            Auf der anderen Seite gibts es aber auch Spiele, auf die ich mich sehr freue😉 #fsv

  5. Noch einmal die Meldung mit einer haarstäubenden Schlagzeile: „Schlägerei unter Fußballfans“ http://www.svz.de/nachrichten/home/top-thema/article/1715/schlaegerei-unter-fussballfans-beim-rhododendron-fest.html Wenn Dreißig auf einen Jagd machen und 6-8 den einen zusammenschlagen (wahrscheinlich paßten mehr gleichzeitig nicht um einen Körper am Boden herum), dann ist es eine Schlägerei unter Fußballfans. Wieder etwas gelernt.

  6. E. Griephan sagte am :

    Die Zeitung aus meiner Stadt….. seeehr peinlich.

    Es heißt ja auch Rädelsführer.

    Oh man..

    • Und ich gestehe, dass ich das Zitat an dieser Stelle zitatschändend von e auf ä geändert habe, ich konnte das einfach nicht sehen. Schuldig im Sinne der Zitatanklage…

  7. E. Griephan sagte am :

    Das ist keine Schändung…

    aber Verbesserung fasst es auch nicht so ganz.

  8. flotzge sagte am :

    Das ist also deutschland?
    Ein land in dem eine gruppe menschen einen einzelnen durch die strassen jagd. hetzjagd wie beim wildschwein jagen.
    Eine region aus der auch unsere bundeskanzlerin kommt… das ist deutschland …
    Und alles nur wegen seiner gesinnung… anscheinend ist deren entwicklung vor 75 jahren stehen geblieben …

    • E. Griephan sagte am :

      Mit der Verallgemeinerung sind wir aber auch wieder ganz schnell dabei, oder?

      • Bei dem Thema liegen die Nerven blank, Herr Griephan. Meine übrigens auch.

        Wie schlimm ist das, wenn es als normal angesehen wird, dass man im Bundesland MVP kein St. Pauli Symbol tragen sollte und quasi selbst schuld ist, wenn man es dennoch tut?

        Was innerhalb des Stadions passiert, wird ja etwas besser dokumentiert als Vorfälle außerhalb, aber Sie wissen ja selber, wer da die Statistik anführt. Ich verstehe Herrn flotzge, weil mir die Sachlichkeit im ersten Moment auch eher schwerfällt.

        Muss wohl meine Kofferpackliste für den Urlaub etwas anpassen….😦

  9. Piet sagte am :

    Ich vertraue da voll und ganz auf unseren DFB. Deswegen bin ich mit ihm FB-befreundet. Der wird die richtigen Schlüsse ziehen und geeignete Maßnahmen ergreifen.🙂

    (Das mit den z.Zt. 2½ Auswärtsspielen sehe ich leider ganz genauso. Hoffentlich geht unser erstes Heimspiel gegen die Rohrstöcker…)

  10. Nikolay sagte am :

    Ich glaube es ist falsch einen einzelnen, wenn auch sehr bedauerlichen Zwischenfall gleich mit Deutschland gleichzusetzen (flotzge). Leider kommt es auch hier immer wieder zu Konflikten zwischen Fans verschiedener Vereine , aber ich waere nie auf die Idee gekommen Petersburg mit pruegelnden Alkoprols gleichzusetzen. Ich bin sehr oft in Deutschland und habe mich dort auf den Strassen immer sicher gefuehlt.
    Die Rostocker Fans und das Ostseestadion kenne ich noch aus DDR Zeiten, war auch damals kein beliebtes Reiseziel von mir.
    Gruss aus Petersburg.

    • Sicherlich kann man aus einem Zwischenfall keine Generalbeschuldigung konstruieren, aber mit Rostock kommt es auch außerhalb des Spielfelds immer wieder zu gewalttätigen Zusammenstößen, wobei sicher auch die Vollpfosten, die wir in unseren eigenen Reihen haben, eine Rolle spielen, aber letztlich ist es besonders schlimm, dass man doch wissen muss, dass man in MVP nicht mit einem St. Pauli Fanartikel dekoriert rumlaufen darf. So sinngemäss ein Eintrag bei Facebook.

      DAS macht mir Angst, dass das zu einer Selbstverständlichkeit geworden ist.

  11. Flotzge sagte am :

    mein kommentar war eigentlich nicht als generalverurteilung für deutschland gedacht … ich bin eher entsetzt darüber, das in einem land, das sich Einigkeit, Recht und Freiheit auf die Fahnen schreibt, Menschen zu so etwas fähig sind.
    Mir ist es eigentlich egal ob das nun rostock fans, sankt pauli fans, schwarze, weiße oder schwule sind…
    Wenn es möglich ist das in einem Land eine Gruppe, einen einzelnen, am Rande eines Stadtfestes, durch die Straßen jagen kann und verprügelt, dann ist das ekelhaft.

    Ich möchte mir dabei aber nicht vorstellen, wie einem einzelnen in Hansafarben im Jolly Roger entgegen gekommen wird …

  12. Nun, das es Artikel gibt, die wegen „Druck von oben“ aus dem Internet genommen werden, ist ja nix neues, damit muss auch SPON klar kommen. Es darf eben nicht geschrieben werden, was nicht passieren darf, oder so.

    Heute Abend freuen wir uns darauf, das der Drittligist die Relegation nicht schafft und wir dann wieder, zumindest alle die in Ländern wohnen, die Geld in den Strukturausgleich zahlen mit ansehen können, wie die Stadt Dresden die Deckungslücken der Dynamos auffüllt, damit es wenigstens wieder eine Lizenz gibt und weiter so tolle Werbung fuer die Stadt durch diesen Verein möglich ist…

    Heute bin ich, glaube ich, schlecht gelaunt…

    • Ich war noch nie so sehr Osnase im Herzen wie heute abend.
      Ihre Mißstimmung kann ich durchaus verstehen, bei mir addiert sie sich noch auf andere Mißstimmungen dazu.

  13. blauweiss4ever sagte am :

    Was für eine unterirdische Überschrift – die doch ach so schön eskaliert und alle hier erfreut. Ohne Hintergrundwissen und ohne Not werden alte Feindbilder bedient. Zeigt aber auch das hier niemand auf der Insel der Gerechten sitzt und die Userschaft hier genauso vorurteilsbehaftet ist wie anderswo. Statt gebotener Sachlichkeit und kritischer Hinterfragung wird umgehend die Propagandakeule geschwungen. Einfach armseelig und die Springerpresse freut sich über diesen Pawlowschen Reflex in beiden Lagern.

    • Lesen Sie einfach mal den verlinkten Nachtrag.

      Edit: Und das Zitat ist aus der Ostseezeitung. Gehören die auch schon Springer?
      http://de.wikipedia.org/wiki/Ostsee-Zeitung

      • blauweiss4ever sagte am :

        Der Aufhänger und die allererste Info kam vom Hamburger Abendblatt.
        Die regionale OZ hat nur schnell nachgezogen und genauso unreflektiert übernommen.

    • P.S.: Auf meine Kontaktmail nach mehr Details hat die OZ übrigens bisher nicht geantwortet.

      • blauweiss4ever sagte am :

        Traurig aber wahr …. von dieser Zeitung wird es dazu wohl keine Infos geben. Sie haben die zugehörgen Informationen schlicht und einfach nicht.
        Die journalistische Qualität ist dort seit Jahren im Sinkflug.

        • blauweiss4ever sagte am :

          … und machen wir uns mal alle nichts vor, trotz neuem Besitzer werden sie dort immer noch den Newsticker des SpringerHauses laufen haben.

          • Das mag auch sein. Mit der Hamburger Presse haben wir selbst oft genug „Darstellungsprobleme“. Aber an den Fakten kommen wir ja nun auch nicht vorbei. Wie Ihr Fan-Kollege berichtete.
            Das kann man auch nicht schönreden und alles auf die böse Presse schieben und damit vom Problem ablenken.
            Wir reden hier auch nicht von überbordenden Emotionen während eines oder rund um ein Fussballspiel, sondern um körperliche Attacken während eines Festes.

            Nun waren wir ligenmässig getrennt und Rostock liegt nicht nur beim DFB ganz vorne, da müssen wir wohl nicht drüber diskutieren. Es ist nicht allein ein Problem mit St. Pauli, unsere Auseinandersetzungen mit anderen Fangruppierungen hielten sich in sehr überschaubaren Grenzen -was Aktivitäten außerhalb des Stadions angeht.

            Ich verstehe auch die sofortige Defensiv-Offensiv-Haltung, man fühlt sich genötigt, den eigenen Verein/seine Mit-Fans zu verteidigen, aber manches ist nicht mehr zu rechtfertigen und wenn man der Springer-Presse fortwährend Munition liefert, ist Feuer frei.

            Ich bin jedenfalls froh, dass es auch solche wie den Hansa-Fan und seinen Freund gibt. deswegen musste das genauso hier stehen wie das andere auch. Zumindest habe ich mich bemüht, etwas mehr zu erfahren.

  14. blauweiss4ever sagte am :

    Bei den letzten 4 Duellen kam das mediale Feuer direkt von der Vereinsführung Eures Clubs. Der Schwarze Peter wurde schon im Vorfeld nach HRO geschoben. Mein FC HANSA hat dies jeweils unwidersprochen über sich ergehen lassen – aus welchen Gründen auch immer. Meines Erachtens die falsche Strategie. Eure Anhängerschaft hat deswegen viermal Glück gehabt nicht im Fokus zu stehen. Hätte man dort kritisch hinterleuchtet sähe die mediale Wahrnehmung mit Sicherheit anders aus. Die Rollen wären mitnichten so deutlich verteilt gewesen und bei Euch hätte man sich möglicherweise erschrocken.

    Bin insgesamt auch noch nicht mal allzu negativ auf Eure Anhängerschaft zu sprechen (im Verhältnis zum Fanaufkommen meines FC Hansa in Ihrer Anzahl ja doch eher als übersichtliche Grösse zu nennen) – eher bereitete mir Eure Führung in der Vergangenheit Kopfschmerzen.
    Wir werden in naher Zukunft sehen ob sich dort im Denken etwas geändert hat.

    bin gespannt ….

    • Piet sagte am :

      Der Schwarze Peter wurde schon im Vorfeld nach HRO geschoben.

      Ich kann es nicht mehr hören! Wenn die Rohrstöcker doch endlich aufhören würden, ihre Verantwortung kleinzureden, durch Relativierung, Ablenkung, Weggucken! Oder meinen Sie ernsthaft, der Fanbeautragte/fch ist ohne Grund noch während! des letzten Spieles zurückgetreten?! Augen zu, dann wird schon alles nicht so schlimm sein? Euer Verein hat ein sehr ernsthaftes Problem, bis heute! Spielen Sie das nicht runter, nur weil es bei uns auch ein paar Blödmänner gibt.

      Wenn Leute hier sich nicht auf die genannten zwei/drei Vereine freuen, wissen Sie doch selbst, warum das so ist. Immer die gleiche Fascho-Kacke und Gewaltorgien, die ihresgleichen suchen. Ich kenne nicht wenige, die sich als erstes Heimspiel das gegen HRO wünschen, nur damit dieser ganze Mist nicht ans Millerntor kommt. Leute haben sich in der Vergangenheit zusammengeschlossen, um nicht allein ans Stadion fahren zu müssen, wenn Rostocker Hooligans im oder um das Millerntor herum zu befürchten waren! Und tun sie nicht so, als wäre das nur eine kleine Minderheit, wenn die Mehrheit dazu schweigt oder sogar mitmacht und applaudiert. Geschmacklosigkeiten wie das ObL-Plakat oder das Gruppenfoto, das dann wieder von der Homepage genommen wurde: Was hat sich denn ernsthaft verändert, wenn die Hirnies noch immer im Stadion geduldet werden? Sind das die, die sonst nie da sind und nur zu „Pauli“-Spielen kommen?! Vergleichen Sie doch mal die Schlagzeilen, die ihr Verein und unserer in der vergangenen Saison produziert hat.

      Ansonsten, wenn die Schilderungen so stimmen, meinen Respekt vor den beiden Leuten, die verantwortungsvoll und mutig gehandelt haben. Zivilcourage ist das, und wenn die in Zeitungen nicht erwähnt wird, finde ich das mehr als schade. Nicht nur, weil mit dem fch/fcsp-Ding Klischees bedient werden, sondern auch, weil man den Rostockern insgesamt, erstrecht aber den Beiden Helfern nicht gerecht wird, die Lob und Anerkennung verdient hätten.

      • Wenn ich gewusst hätte, dass Sie gleichzeitig tippseln, hätte ich meine Daumen fürs Osnabrück-Spiel schonen können😉

        Was die Schlderungen angeht: meines Erachtens seriös und stimmig, der junge Mann ist kein namenloser Geschichtenerzähler, sonst hätte ich das so nicht veröffentlicht. Finde ich wirklich bemerkenswert. Diese beiden wären nämlich eine Basis für echte Veränderungen in der Zukunft, die haben sich getraut, was man von Tausenden im Ostseestadion bisher nicht so sieht: sich gegen das Pack wehren, das sonst nie da ist.

        Edit: Ich habe bei der DFL mal nachgefragt, ob man da schon die Überlegung hatte, das erste Heimspiel zu nutzen, um damit wenigstens zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen…

        • Piet sagte am :

          Ich glaube zwar nicht, dass die DFL ihre Pläne schon jetzt ausplaudern wird,😉 aber die zwei Fliegen mit einer Klappe wären schon ziemlich klasse. Ich befürchte nur ein bisschen, dass kein anderer Verein genau diese Partie bei sich in der Stadt haben möchte… (ich glaube, selbst die Rostocker nicht).

          Tscha, ich hätte auch nicht gedacht, dass ich den Osnasen mal so die Daumen drücken würde. Schon der sonst zu erwartenden Gesänge wegen.😀

          • Plaudern werden die sicher nicht, aber ich wollte einfach mal ein bisschen rumsticheln, ich mag die doch so gerne😉

            Aber Sie haben Recht, wer würde dieses Spiel schon wollen…

            Die machen es jetzt aber auch spannend, die Lila-Weißen.

            Oh $%§$&§%&$%& das dritte Auswärtsspiel, das für mich entfällt….

  15. Die Vereinsführung Ihres Clubs hingegen hat sich schon oft genug zur Fanproblematik geäußert, meisten schloss das mit den Worten „Das darf nicht so weitergehen, da muss was passieren“. Mitarbeiter des Fanprojekts sind an den Unbelehrbaren verzweifelt. Zumindest war es in der letzten gemeinsamen Zweitligasaison so. Mein Wissen diesbezüglich beziehe ich übrigens nicht aus den Springer-Medien, denn ich pflege durchaus sehr nette Kontakte zu einzelnen Hansa-Fans etc., mein Verhältnis ist also auch nicht hassgeprägt.

    Ihr FC Hansa hat das unwidersprochen über sich ergehen lassen, weil die vogelwilden Fans Ihrer Vereinsführung gar keine andere Wahl gelassen haben. Sie wissen ja, dass die Auswärtsauffälligkeit bei Hansa auch diese Saison wieder hervorstechend war (und ich rede nicht von Pyro),da braucht es nicht St. Pauli. aber was erzähle ich, das wissen Sie ja selbst.

    Gab es irgendwelche Schlagzeilen über übles Fanverhalten von St. Paulianern letzte Saison, bei dem man sich erschrecken musste? Selbst beim Derby war es der HSV, der die Schlagzeilen auf der Reeperbahn für sich beanspruchen durfte. Nur mal nebenbei.

    Ich befürchte, wir werden sehen. Und zwar das Übliche. Und ich überlasse gerne wieder Hansa die Schlagzeilen.

    Eine neue Führung haben wir in der Tat, allerdings sind wir jetzt von hardcore auf wachsweich umgestiegen. Insofern dürfen Sie sich Hoffnungen machen.

  16. blauweiss4ever sagte am :

    vorweg
    Wir Fussballfans sollten uns ruhig Duzen dürfen.

    ich nehme folgendes ganz kurz als Aufhänger:
    „denn ich pflege durchaus sehr nette Kontakte zu einzelnen Hansa-Fans“

    Hier wird das erste Mal differenziert. Vielen Dank.

    In der Überschrift heisst es. „Rostock-Fans prügeln sich schon mal warm“

    Hier werden alle Hansafans einmal kurz über den selben Kamm geschoren. Billigste Klischees – ob nun vom Autor gewollt oder nicht- bedient.
    Diese Überschrift ist selbstredend falsch.
    Das sollte man dann so auch als Kritik annehmen und für die Zukunft als Gedanken bei der Schlagzeilenfindung hier mit einfliessen lassen.

    Ich bitte um Pardon, dass ich nicht auf die übliche Schuldzuschieberei eingehe. Dies ist mir über die Jahre ganz einfach lästig geworden. Am Ende steht sowieso immer ein Unentschieden.

    Und nun noch einmal von mir:
    Jawohl ! Ich bin durch und durch HansaFan ein Leben lang !
    Aber:
    Mitnichten prügel ich mich irgendwo, wegen wem auch immer, warm !
    Ich bitte dies zur Kenntnis zu nehmen.
    Und dies steht stellvertretend für 99% des Rostocker Anhangs.

    Wünsche allseits eine geruhsame Nacht.

    • Ich verstehe doch, was gemeint ist. Aber umgekehrt wird ebensowenig differenziert. „Euer Club, Eure Anhängerschaft“, die St. Paulianer, die Zecken, Scheiss-St.Pauli – auch in Ihrer Anhängerschaft (das Siezen ist hier so „Sitte“ übrigens, aus Gründen😉 ) und ich werde damit auch in Mithaftung genommen für die Verfehlung einzelner. Natürlich distanziere ich mich ebenso von den Ausfällen der Idiioten in meinem Verein wie Sie, aber ich kann nicht so tun, als beträfe mich das nicht, nur weil ich nicht selbst ausschreite. Ich bin mit verantwortlich für das, was um mich herum in meinem Verein passiert und ich fühle mich als Fan verpflichtet, dagegen anzugehen, soweit mir das möglich ist. Und da viele so denken, gibt es eben bei uns manche Dinge nicht, die woanders schlichtweg abgetan werden mit „die sind sonst nie da“ oder „ja, aber was sollen wir denn machen“ oder „das sind ja nur ein paar“. Warum wohl skandieren am Millerntor nicht ganze Gruppen „schwule xyz“ oder rassistische Parolen? Warum gibt es anderswo „Jude, Jude“-Rufe und am Millerntor nicht?

      Die Überschrift mag reißerisch klingen, aber faktisch waren es Rostocker, die einen St. Pauli Fan verprügelt haben und das vor der kommenden Saison. Ich kann die Überschrift ergänzen „…ausser blauweiss4ever, der macht so was nicht“, aber das wirkt auch sehr bemüht. Wenn Sie das 1% in den Griff kriegen nächste Saison, dann ist doch alles super. Kann ja für 99% kein Problem sein eigentlich, oder?

      Einen angenehmen Tag wünsche ich.

    • Piet sagte am :

      «Ich bitte um Pardon, dass ich nicht auf die übliche Schuldzuschieberei eingehe. Dies ist mir über die Jahre ganz einfach lästig geworden. Am Ende steht sowieso immer ein Unentschieden.»

      Nein. Unentschieden hieße, bei allen der gleiche Mist. Und genau das stimmt nicht, genau das ist Verantwortung wegschieben, leugnen, schön reden, abwiegeln. Auch wenn es andere Vereine gibt, die ähnlich schlimm sind — fch ist einer der schlimmsten, einer der brutalsten, zynischsten, faschistischsten, u.s.w.

      Sie persönlich mögen, wie Jeky schon sagt, eine Ausnahme darstellen, aber die Anzahl der Vollhonks, die Ihren Verein in Misskredit bringen, ist deutlich zu groß und unabhängig von uns und anderen immer noch da. Und die Menge derjenigen, die mitmacht und unterstützt, ist einfach zu groß, unabhängig von uns oder anderen. Die vor einem Jahr, etwa, angekündigten Rausschmisse haben nicht stattgefunden, im Gegenteil kündigten Ihre Vollidioten ja an zu bleiben, und taten es auch. Wer ging, war der Fanbeauftragte.

      Weder Ihr Vorstand, noch Ihre Spieler, noch Fans wie Sie haben dafür gesorgt, dass die Vollidioten rausfliegen. Vielleicht bemüht hier und da, aber letztlich leider nicht erfolgreich. Also leben sie gefälligst damit, dass Sie mitgehangen und mitgefangen sind: „Die kommende Saison wirft ihre Schatten voraus – Rostock-Fans prügeln sich schon mal warm“. Oder glauben Sie ernsthaft, dass unsere Begegnung bei Ihnen anders verlaufen wird, dass Fans wie Sie von heute auf morgen, plötzlich und unerwartet die Mehrheit stellt, die Ihre Idioten sonst nie, aber ausgerechnet gegen uns im Griff haben wird?

      Packen Sie ihre Fascho-Hools an den Ei… Ohren und zerren Sie sie aus dem Stadion! Endgültig! Alles andere hat Ihr Ex-Fanbeauftragter schon versucht.

  17. blauweiss4ever sagte am :

    „Ich kann die Überschrift ergänzen „…ausser blauweiss4ever, der macht so was nicht“, …….“

    Ein hervorragendes Beispiel !!!

    „…ausser blauweiss4ever, DER macht so was nicht“

    Ohne zu wissen wer nun hinter dem von mir gewählten Pseudonym schreibt ordnen Sie mich umgehend ein. Vor Ihrem geistigen Auge nimmt meine Person umgehend Gestalt an:
    Männlich – ungefähr 25 Jahre alt – Glatzköpfig – Baseballschläger – Hauptschule

    (eventuell schmunzeln Sie nun selbst wenn Sie einmal kurz darüber nachdenken und geben mir ein klein wenig Recht)

    Und um mein Intro für heute dann noch perfekt zu machen erscheint hier der User Piet mit seinem Post.

    zitat Piet:
    „fch ist einer der schlimmsten, einer der brutalsten, zynischsten, faschistischsten, u.s.w.“

    Ganz genau diese „Fans“ mit Ihrem ewigen Schubladendenken bringen ganze Vereine und zugehörige Anhängerschaften in Gefahr.
    Ganz genau diese „Fans“ gilt es entschieden zu bekämpfen. Sie sind gefangen in Ihren Feindwelten und Ihnen sind die Interessen der Mehrheiten vollkommen gleich.

    Ganz genau diese „Fans“ müssen die 99% auf jeder Seite versuchen zu erreichen und zum Umdenken bewegen.
    Ohne ein Umdenken bei genau diesen „Fans“ werden wir uns auch noch in 100 Jahren im Kreis drehen und auf ewig die immergleichen Diskussionen ohne greifbare Ergebnisse führen.
    Leider.

    • Na, jetzt fitzeln Sie aber in Krümeln, das ist ein Erfahrungswert, mehr nicht. Von 100 Kommentatoren hier sind ungefähr 5 weiblich. Wenn es hoch kommt. Was ich nebenbei bedauerlich finde, es gehen ja viel mehr Frauen ins Stadion, aber bloggende und kommentierende Frauen gibt es so verschwindend wenige, dass mir dieser Rückschluss dann nun doch bitte nicht als Vorurteil ausgelegt werden sollte. Oder wollen wir das als Nebenkriegsschauplatz eröffnen?

      Wie man es macht, haben Ihre beiden Hansa-Fan-Kollegen ja demonstriert. Nicht zuschauen und bedauernd die Achseln zucken gegenüber denen, die sonst nie da sind, diesem 1%, sondern aktiv werden.

      Wenn die Mehrheiten, deren Interesse Sie hier vertreten, sich zurkünftig gegen diesen Mob gerade machen, haben wir kein Problem mehr. Es könnte so einfach sein. Ich kenne viele, die resigniert haben bei Hansa. Das öffnet den Vollhonks Tür und Tor.

      Darum und nur darum geht es. Sie schukden mir übrigens noch die Antwort auf die Frage, wo der FCSP letzte Saison rumrandaliert hat und bitte hangeln Sie sich nicht an einem Bierbecher hoch. Sowas wie außerhalb des Stadions, oder Fans anderer Vereine abziehen oder verprügeln, solche Dinge. Ich lasse da genausowenig locker, wenn Sie minimieren wollen mit Vergleichen🙂

    • Piet sagte am :

      «Ganz genau diese „Fans“ mit Ihrem ewigen Schubladendenken bringen ganze Vereine und zugehörige Anhängerschaften in Gefahr.»

      Sie haben Recht: Die Schuld liegt nicht bei den Chaoten des fch, die sonst nie da sind, außer… eigentlich immer, und die Schuld liegt auch nicht bei der applaudierenden, mit den Idioten wechselsingenden Masse, sondern bei uns! Weil: Die Chaoten sind gar keine Rostocker, sondern — ha! — als fch-Hools verkleidete St. Paulianer!

      Endlich! Endlich wurden mir die Augen geöffnet!

      • blauweiss4ever sagte am :

        Ganz genau PIET.
        Und ohne Ende traurig.

        Es wäre Einiges um ein Vieles leichter würde es nicht diese Ewiggestrigen in beiden Fanlagern geben.
        Gerade diese Klientel ist es doch die im Hintergrund Ihre Altfeinde pflegt. und immer schön vor sich hin hetzt.

        Ich persönlich verabscheue diese Art „Fans“ ala PIET.
        Für mich persönlich der absolut widerlichste Kern jedweder Fangruppierung.
        Sie stehen nicht vorne und sie stehen nicht hinten. Aber aus der Mitte heraus verbreiten sie Ihr einfältiges Gift !
        Bei jeder Gelegenheit lassen sie Ihr persönliches Gift los. Sie träufeln es geschickt in die Ohren Höriger.
        Sieh mal da und sieh mal dort. Eine Bahn fährt nicht … wahrscheinlich Schuld der Rostocker.

        Diese ewig giftspeienden Konsorten ala PIET auf beiden Seiten sollten von uns gemieden werden !!!
        Gerade diese ewig in Ihren Vorurteilen Verlorenen sind Unrat welcher trennt !!!
        Man sollte Ihnen keine Plattform bieten !!!

        In ewigen Vorurteilen und persönlichen Hass verfangene Mitläufer ala PIET ,oder auch XYZ auf beiden Seiten , sollten in allen Fanlagern ausgegrenzt und entschieden bekämpft werden !
        Diese „Fans“ mit Ihren nimmersatten und niemals enden wollenden Vorurteilen sind die Wurzel des Übels !!!

        Schaut Euch um ! Hört in die Runde !
        Jedes Fanlager beherbegt im gleichen Verhältnis genau die selbe Idiotenschar.

        Ich behaupte ich habe zu 100% Recht !

        • Piet sagte am :

          Dass Ihr Fan-Beauftagter noch währen des letzten Spieles zurücktrat, lag bestimmt an meinem Gift und nicht an den gutmütigen Fans des fch, ich bin mir sicher.😉 Auch das ObL-Plakat, dieses wahre — jedes Pyro überflüssig machende — Feuerwerk an Kreativität, war nicht Anlass für das geradezu undankbare Verhalten Ihrer Mannschaft, nein, mein Gift muss es gewesen sein. Beruhigend, dass der FC Kogge so kluge und reflektierte Fans wie Sie hat und nicht nur Mitläufer wie mich, da braucht man sich wenigstens um die Fan-Kultur des fch keine Sorgen zu machen.

        • Hier muss ich Ihnen widersprechen und mache es -ausser persönlichen Erfahrungen- einfach mal an der Strafentabelle des DFB fest. Und da insbesondere daran, dass Hansa Rostock diverse Male mit seinen Gästefans dafür gesorgt hat, dass der Heimverein Strafen erhalten hat. DAS finden Sie in dieser Ausprägung bei keinem anderen Verein. Dass Hansa Rostock allein mit den verhängten Geldstrafen die Tabelle Stand heute souverän anführt, unabhängig von den auferlegten Ausgleichszahlungen an Sandhausen und Wiesbaden, dass Hansa Rostock wiederholt vom DFB mit Platzsperren bedroht wird (aktuell erst wieder letzte Woche bei der 20.000 Euro-Strafe für diverse Entgleisungen) müsste ich nicht extra erwähnen.

          Dass ich weiss, dass es auch andere gibt, steht auf einem anderen Blatt, aber ich gebe Piet uneingeschränkt Recht, dass es bei Ihnen viel zu viele Achselzucker und „die sind sonst nie da“ und „Was soll man denn machen?“-Passivler gibt, die bei den Gesängen auch noch in großen Teilen mitsingen. Die „schwulen Hamburger“ kamen nicht nur von ein paar Hundert, im Stadion bei Ihnen wird zu wenig gegengesteuert. An was das liegt, wissen Sie sicher besser. Auch im Hansaforum sind viel zu viele Resignierte, die die, die sonst nie da sind, einfach gewähren lassen. Sind Sie einer davon, der alternativ lieber in Aussagen wie „Aber die anderen doch auch“ flüchtet?

          Natürlich gibt es auch Hansa-Fans wie den, der unserem St. Paulianer geholfen hat, aber davon offenbar deutlich zu wenige. Wir reden hier nicht von Vorurteilen, sondern von Dingen, die passieren, die man selbst erlebt hat oder welchen, die unbestritten vorgefallen sind.
          Und warum Ihr Fanbeauftragter zurücktritt, ist in der Tat n diesem Zusammenhang eine interessante Frage.
          Wie Sie vielleicht bemerkt haben, bin ich keiner der Dauergiftspeier aus Prinzip, aber ich fahre nicht nach Rostock zum Auswärtsspiel, weil ich vor diesen Gestalten, derer es viele gibt und denen, die einfach zuschauen und nichts tun, Angst habe. Ich gehe zum Fussball und ziehe nicht in den Krieg. So einfach ist das. Und so lange sich das nicht nachhaltig ändert, bleibe ich auch weg aus Rostock.

          Und dass Sie das Verhältnis von Idioten für gleich halten in allen Fanlagern, da behaupte ich dann mal, das stimmt zu 100% nicht. Es gibt etliche Vereine, die ganz ohne Pyroaktionen oder Randalen ausserhalb des Stadions auskommen und einige, die nur bezahlen mussten, weil Vereine wie Hansa Rostock und Dynamo Dresden und auch Energie Cottbus unverhältnismässig viele Idioten weiter gewähren lassen. DAS ist nicht Aufgabe von anderen Vereinen, das in Ihren Augen zu relativieren, das ist ein Problem vor IHRER Haustür.

          Dass das Gros Ihrer Fans eine Obama Bin Laden Tapete oder eine herabstürzende Gummipuppe lustig findet, ist wieder ein ganz anderes Thema. Und kein schönes.

  18. P.S.: Eins noch: wäre die Situation beim FC St. Pauli so wie bei Hansa Rostock, könnte nicht mehr sagen, dass das „mein“ Verein ist. Mit Fans, die das alles widerstandslos geschehen lassen, würde ich nicht in einem Stadion sein wollen. Ich würde nicht mehr hingehen, wenn sich nicht genug fänden, die das versuchen zu unterbinden. Dann wäre ich falsch da. So einfach ist das.

  19. Pek sagte am :

    Das Opfer der Attacke hat doch geschrieben, dass er mitten im Hansa Rostock Land bis zu diesem Ereignis* „immer“ mit Toleranz und Respekt behandelt wurde – und das trotz offensiv ausgelebten St. Pauli Fantums. Eine Lebenswirklichkeit die hier und anderswo permanent ausgeblendet wird, weil sie nicht ins Feindbild passt. Ein Feindbild das maßgeblich auch von der Vereinsspitze mitgemalt wird, wenn etwa Littmann behaupten darf, ein Großteil der Ossis wären Nazis und Rechtsradikale oder Stanislawski schon vor einem Spiel eine brennende Stadt herauf beschwört. Da steckt einfach ein tief sitzender Rassismus gegen alles Ostdeutsche drin. Daher kann ich die obigen „Gift“ Vorwürfe verstehen und bestätigen.

    *Von einer gewaltsamen Meute verfolgt zu werden gehört definitiv zu den Top5 meiner Urängste. Ich kann für Heinzy nur hoffen, dass er das Geschehene gut bewältigt und sich das für ihn und andere auch nicht wiederholt.

    • Wenn diese Lebenswirklichkeit hier ausgeblendet worden wäre, würde es nicht hier stehen. Das schon mal dazu. Und von Rassismus zu sprechen, ist im Umfeld einer Fanschar, die sich darin gefällt, von schwulen Hamburgern zu singen und anderswo im Osten „Jude, Jude“-Lieder nicht zu unterbinden, schon ein bisschen gewagt.
      Haben Sie sich schon mal gefragt, wo die Vorbehalte gegen die Ostvereine herkommen? Könnten die ständigen Auffälligkeiten der Anhängerschaft bei den Beispielen Cottbus, Dresden und Rostock ursächlich damit zu tun haben, dass sich dieser Eindruck auch dieses Jahr wieder bestärkt?

      Littmann hat das nicht ohne Anlass gesagt, er hat lediglich darauf verzichtet, dazu auch noch Namen zu nennen. Wenn man sich ansieht, wie Ihr Vereinsbereich vom wütenden Mob bei sportlicher Erfolglosigkeit gestürmt wird, hätte ich auch keine Lust drauf, namentlich solche Aussagen zu tätigen.

      Sehen Sie den Tatsachen doch einfach mal ins Auge: weder Ihre Vereinsführung noch Ihr Fanbeauftragter (der, der zurückgetreten ist) noch die Fans, denen ich Sie und blauweiss4ever einfach mal dazu rechnen, haben es bis jetzt geschafft, die Chaoten zu bremsen, im Gegenteil, sie geben den Medien immer mehr Futter zur marktgerechten Verwertung. Dass das an St, Pauli liegt, können Sie für die abgelaufene Saison nicht als Schutzschild benutzen, da waren wir ja gar nicht da. Und Sie nicht hier.

      Sie sind dran.

  20. Pek sagte am :

    Und von welchen Auffälligkeiten reden wir denn jetzt im Kern?

    Pyro? Ja, ich weiß, Sie finden das schlimm. Aber ein ostdeutsches Problem ist das deswegen noch lange nicht. Es gibt genügend Beispiele, wo kontrolliert abgebrannte Pyro zu stimmungsvollen Abenden beitrug. Aus meinem eigenen Erleben war das z.B. beim Abschiedsspiel von Paule Beinlich der Fall. DFL und DFB sind auf einer klaren Verbotslinie. Quer durch die Bundesrepublik gibt es zu diesem Thema kontroverse Meinungen. Die einen sagen, verboten ist verboten. Die anderen sagen, das darf man sich nicht verbieten lassen. What ever. Ich kann auch ohne Pyro Fußball mögen. Schon alleine um einem Thomforde nicht die Chance zu geben, einen Spielabruch zu provozieren. Aber die Menschen sind unterschiedlich. Und die Trennlinie ist hier nicht Ost-West, wie ihre Anspielung auf den Strafenkatalog suggeriert (Die Strafen kommen nun mal hauptsächlich durch dieses Pyrozeugs zusammen).

    Oder reden wir darüber, wann und warum der „Mob“ „Vereinsbereiche“ stürmen würde? Als ob es ein rein ostdeutsches Phänomen wäre, dass Fans, nachdem sich jahrelang ohnmächtige Wut gegen gravierende Mißstände angesammelt hat, radikaler werden als es die Bild erlaubt. Immerhin hat Hansa mittlerweile die Vereinsführung, die von den Fans zu 97% gemocht wird. Vielleicht lag es auch daran, dass man mal den Mund aufgemacht hat. Wie sehr wird denn gerade die St. Pauli Führung gemocht?

    Littmann mag nicht ohne Anlass geredet haben, aber er muss einen Beleg für seine Aussage bringen, dass ein Großteil der Ostdeutschen Nazis wären. Wo ist dieser Beleg? Woran macht er das fest? Ist es wahrscheinlich, dass ein St. Pauli Fan 10 Jahre lang immer mit Respekt und Toleranz im Hansa Rostock Land behandelt wird, wenn dort der Großteil Nazis sind? Das ist eine geschlossene Frage – ja oder nein?

    Welche Chaoten haben Sie denn gebremst? Das Millerntor ist dafür berüchtigt, dass es von den Rängen ständig Münzen, Becher, Feuerzeuge hagelt. Ich habe gelesen, dass Sie das nicht mögen. Ich mag auch nicht, wenn ich Sprüche höre, die Menschen herab würdigen. Wir haben wohl beide noch nicht geschafft, diese Dinge abzustellen. Und das obwohl wir bei weitem nicht alleine sind.

    „Schwule Hamburger“, ja, schuldig. Das gehört zu unserer Folklore, wobei das die Hamburger nicht exklusiv haben. So ist das halt mit Pöbeleien, sie sollen beleidigen, treffen. Wenn die andere Seite da was ganz anderes reininterpretiert, dann ist das ein Mismatch zu beiderseitigen „Nutzen“. Die einen regen sich auf und die anderen wundern und freuen sich, dass die anderen sich aufregen. Mit Homophobie hat das nicht so wirklich viel zu tun.

    Also wenn ich schon „dran“ bin, über welche Auffälligkeiten wollen wir reden? Alles auf einmal ist mit eher zu viel. Lieber der Reihe nach. Das hat auch mit meinem Gefühl zu tun, dass Sie gerne vom Thema hopsen und auf ein anderes lenken.

    Ach, was ich noch fragen wollte: Welcher Fanbeauftragte ist denn Ihrer Meinung nach überhaupt zurück getreten? Es gab mal eine Meldung dazu in der Bild. Das war eine Falschmeldung. Und ständige Wiederholung macht es nicht richtiger.

    Und natürlich wird hier ausgeblendet, dass man ganz normal als St. Pauli Fan im Osten leben kann. Oder wo habe ich diesen Hinweis zwischen Ihren der-Osten-ist-schlimm und Littmann-sagt-das-nicht-ohne-Grund-Beiträgen verpasst. St. Pauli hat ein größeren Teilen ein Rassismus-Problem mit Ostdeutschland, anders ist das für mich nicht erklärbar.

    • Ach Herr Pek, ich kann mir jetzt die Mühe machen, etliche Informationen rauszusuchen, wo Fans anderer Vereine in Zügen belästigt werden, beklaut, wo in Kneipen und Läden rumrandaliert wird – mir geht es weniger um Pyro (die ich nicht mag), sondern um die Ausfälle außerhalb des Stadions. Demolierte Züge, gestürmte Einzelhändler, Angriffe auf Magdeburger Fans, die im Krankenhaus landen – die Geschichte der Gewaltbereitschaft und der Gewaltausübung ist eine lange. Ihre eigene Vereinsführung sagt, es gäbe eine Fanproblem. Wenn Sie denen nicht glauben…

      Herr Littmann sagte seinerzeit übrigens folgendes:

      „Wenn uns Verantwortliche von Hansa Rostock achselzuckend sagen, dass ein Drittel ihrer Fans rechtsradikal sind, dann frage ich mich, weshalb man die noch ins Stadion lässt.“

      Interessant, dass Ihre Vereinsführung nach den vollmundigen Androhungen von rechtlichen Schritten das Ganze dann still und heimlich im Sande verlaufen liess. Gehen Sie mal davon aus, dass es so war und gehen Sie auch davon aus, dass es besser ist, dass nie rauskommt, wer es war. Wenn ich jetzt sagen würde, ich weiss es, würden Sie mich bedrängen, es zu sagen, aber dann würde ich es halten wie Herr Littmann.

      Das Millerntor ist dafür berüchtigt, dass es Dinge von den Rängen hagelt? Da haben Sie mal ein Spiel gesehen, wo das so war (für das wir eine Platzsperre bekommen haben und die Relation zu Platzstürmen oder Pyroshows muss ich ihnen jetzt nicht erklären, oder?) und da ist das immer so?
      Wo stehen denn grundsätzlich bei den Ecken Leute mit Schirmen? Am Millerntor? Eher nicht.
      Ich fahre sehr viel auswärts, Herr Pek, ubnd unterhalte mich auch gerne mit Heimfans. Und wissen Sie was? Rostock ist da immer ein Problemthema. Selbst bei Dauererstligafans, mit denen Rostock ja nun auch länger nicht zu tun hatte.

      Wieso gehen bei der Polizei in Gastgeberstädten sämtliche Alarmglocken los, wenn es heisst „Rostock kommt“? Meine Heimatstadt Wiesbaden war nicht ganz unglücklich über die Gästefan-Sperre. Wieso wohl?

      Und ich hätte immer noch gerne eine Antwort auf die Frage, wieso in dieser Saison, wo St. Pauli und Rostock nicht aufeinandergetroffen sind, Rostock trotzdem gerne mal mit Fanproblemen die Gazetten füllt. Daran kann St. Pauli nicht schuld sein.

      Und was die schwulen Hamburger angeht, das als Folklore zu verkaufen statt als das, was es ist, nämlich Homophobie, ist mehr als grenzwertig. Homophobie ist keine Frage des Humors, aber Ihre Thor-Steinar-Liebhaber im Stadion sehen das anders.

      Ich habe übrigens eines Stallkollegin, die Fans von Hansa Rostock ist. Die leugnet das Gewalt- und Rechtsradikalentummelplatz-Problem nicht, hat auch nicht versucht, mit dem üblichen „aber Ihr doch auch..“ sich rauszureden. Sie findet es einfach ätzend. Komisch, oder?

      Aber dieses ganze Gerede bringt uns nicht weiter, auch der DFB belässt es ja immer bei großmütterlichen Strafandrohungen ‚à la „aber wenn ihr das nächste Mal, dann aber…!!“. Also wird es genauso weitergehen in dieser Saison und es wird sich nichts ändern. Die Schlagzeilen dürfen Sie gerne wie in der vorletzten Saison auf blauweisses Konto verbuchen, ansonsten same procedure as last year.

      Zumindest Ihr Verein wird mit dem Einsatz von mehr Ordnern bei Heimspielen wissen, warum er das jetzt tut. Sicher nicht, weil die Hansa Fans grundsätzlich so friedlich sind wie Sie und Herr blauweiss4ever.

      Damit es nicht wieder heisst, ich zitiere nur die Mopo und das Abendblatt, wieder aus Ihrer Region:

      http://www.ostsee-zeitung.de/rostock/index_artikel_komplett.phtml?SID=c41350438d477af75f2fd37e0895bf62&param=news&id=3042164

    • Piet sagte am :

      Ich liebe ja die Fähigkeiten Rostocker Fans zu realistischer Betrachtungsweise und Selbstkritik. Selbstverständlich hat der fch kein Nazi-Problem und nie nicht eines mit Hooligans. Und die, die da sind, sind sonst eigentlich nie da. Oder so. Na, und die einen mögen Pyro, die anderen nicht, so what. Folklore halt. Eigentlich auch fast das Gleiche wie Münzen. Also eigentlich alle Vereine mehr oder weniger gleich gut, gleich schlecht, in Nuancen. Man versteht nur den speziellen Humor der fch-Fans einfach nicht, wenn man sich über stürzende Puppen und ObM-Plakate mokiert. Oder eben die „schwulen Hamburger“. Sogar die eigene Mannschaft versteht den nicht. Rassisten hat man nicht in den eigenen Reihen, nein: Die anderen sind’s! Ha! (Cool, ich will auch von dem Zeugs, dass so schöne Farben malt…).

      Wenn wir so weiter machen, sind Rostocker Fans ein paar Postings später sogar recht mustergültig. Etwas „lebhaft“ vielleicht, aber sonst quasi vorbildliche Schwiegersöhne. Missverstanden, eben.

      Na klar doch.

      • Das Schlimme ist, dass mein Problem nicht mal in erster Linie die Vollidioten sind (denn solche gibt es in der Tat überall, mehr oder weniger), sondern die Masse der schweigenden Abnicker, die das immer so kleinreden, die im Stadion „die paar“ nicht zum Schweigen bringen können, nicht mal übersingen, sondern auch noch fröhlich mitgrölen bei der vermeintlich humoresken Folklore. Aber da stößt man auf sehr übersichtliche Verständnisgrenzen, da nützen auch keine Fakten und noch so viel Vorkommnisse zur Dokumentation, das Problem ist nicht existent.

        Wenn ich überlege, was so fanintern bei uns für Fässer aufgemacht werden bei vergleichweise harmlosen Entgleisungen – ich könnte kein Rostock-Fan sein. Nicht unter solchen Umständen. Aber das muss jeder für sich entscheiden, ob er in Stadien geht, wo alles eine Frage des Humors zu sein scheint..

        • Piet sagte am :

          Weiter oben hatten Sie geschrieben, dass Sie unter vergleichbaren Bedingungen nicht Fan des fcsp sein könnten. Ich hab da lange drüber nachgedacht. Ich glaube, das mit der Liebe zum Verein lässt sich nicht so leicht fassen, weswegen ich die Aktion vor ein paar Monaten („warum ich Fan des fcsp bin“) recht gut fand. Selbstreflektion.

          Was mir so aufstößt, ist genau das: Da wird auf andere verwiesen („ihr seid doch auch nicht besser“), verharmlost („falsch verstanden“) und relativiert („kann man so und so zu stehen“), die Probleme also verwischt bis zur Unkenntlichkeit. Weggesehen, statt Probleme anzugehen. Denjenigen, die tatsächlich Probleme anzugehen gewillt sind (die gibt es ja!), wird so noch in den Rücken gefallen. Und genau diese Mentalität ist es, mit der ich nicht könnte! Für den Verein tut mir das Leid. Hat er solche „Fans“ verdient? Oder hat jeder Verein die Fans, die er verdient?

          • Meine Liebe würde da enden, wo ich mich in einem Umfeld befinde, das solche Dinge toleriert oder als unabänderlich hinnimmt, und zwar mehrheitlich. Die Liebe zum Verein ist etwas, das nicht nur die Mannschaft und den Fußball dieses Vereins betrifft, sondern auch die Fans. Und in einem Fanumfeld, das eben genauso zum Verein gehört, wie diesem anderen würde ich mich schlichtweg fehl am Platz fühlen. Wo Homophobie und Rassismus geduldet werden, achzelzuckend als den etwas anderen Humor bezeichnet, da würde ich mich nicht wohl fühlen. Weder bei denen, die das aktiv betreiben, noch bei denen, die es hinnehmen und zwar genau mit den von Ihnen angeführten Argumentationen.

            Das wäre nicht „mein“ Verein, das wäre kein Umfeld, in dem ich Fussball anschauen würde, damit könnte ich mich nicht identifizieren. Also würde ich mich, wenn auch die Vereinsführung dem relativ tatenlos gegenübersteht, von dem Verein abwenden. Und deswegen würde die Antwort auf die Frage zum Schluss wohl lauten: jeder Verein hat die Fans, die er verdient.

            Sicher sind auch in unserem Umfeld „Problemfans“ am Start, da mache ich mir keine Illusionen, aber es geht darum, dass die Mehrheit ein solches Verhalten nicht toleriert. Nicht im Stadion und nicht draußen.

  21. Piet sagte am :

    «Wo Homophobie und Rassismus geduldet werden, achzelzuckend als den etwas anderen Humor bezeichnet, da würde ich mich nicht wohl fühlen. Weder bei denen, die das aktiv betreiben, noch bei denen, die es hinnehmen und zwar genau mit den von Ihnen angeführten Argumentationen.»

    Völlig d’accord.🙂

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