Fabulous Sankt Pauli

.. ist die einzige Möglichkeit

Stellungnahme des FC Sankt Pauli zu den Ereignissen rund um den Schweinske-Cup

Hier eine Zusammenfassung der Geschehnisse, soweit die Tatsachen dem Verein bekannt sind und eine mehr oder weniger ausführliche Stellungnahme des Vereins zur Beteiligung der eigenen Fans ähnlich des Interviews mit Christian Bönig.

Hm.

Deutlich, ausführlich, aber inhaltlich im Grunde das, was wir auch von anderen Vereinen kennen. Ja, wir haben auch Problemfans, aber… und wir klären das auf und wir setzen uns zusammen. Und zum Schluss machen wir dann doch das mit den Fähnchen, wie die Konzeptgruppe. Nur mein persönlicher spontaner Eindruck. Abwarten. Words are cheap, deeds are priceless.

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25 Gedanken zu „Stellungnahme des FC Sankt Pauli zu den Ereignissen rund um den Schweinske-Cup

  1. Stp1910 sagte am :

    Was hatten Sie denn mehr erwartet? Taten welcher Art denn?

    • Nein, auf die Taten warte ich ja jetzt erst mal.

      Es kam das, was ich erwartet habe. Schilderung der Ereignisse, ausführliche Kritik am Fehlverhalten der Beteiligten, das Einräumen, dass wir auch solche haben, dass viele St.Pauli-Fans sich fehlverhalten haben, dass es aber im Grunde doch nur wenige sind und dass sich zusammengesetzt wird und werden muss. Noch kein Grund zum Freudentaumel. Für mich jetzt.

  2. astro sagte am :

    Man hätte in der Tat die Schuld der Polizei und der Veranstalter deutlicher benennen können und auch die Tatsache, daß wir immer wieder aus politischen Gründen attackiert werden. Das war aber wohl tlw. problematisch, da auch in Zukunft mit der Polizei zusammengearbeitet werden muss.

    Insgesamt und im Vergleich zu Äußerungen des Vereins zu anderen Problemen daher ein hervorragendes Statement!

    • Und wie zu erwarten war, haben sich die meisten der berichterstattenden Medien (mit Ausnahme der taz und des Spiegel vielleicht) den Tenor wie folgt herausgegriffen: alle anderen sind schuld. Letzlich ist es doch -abgesehen von den eklatanten Fehlern von Veranstalter und Polizei- das, was auch die Verantwortlichen bei Hansa Rostock in einem ähnlichen Fall gesagt hätten: das sind ein paar wenige, der Rest ist total friedlich, wir haben so gut wie keine Problemfans. Und was ist nun mit den paar wenigen?

      Und ich frage mich weiterhin: wenn das so wenige sind, wieso funktioniert die Selbstreinigung durch die Hunderte von anderen dann nicht? Das ist jetzt nicht auf den Schweinske-Cup bezogen, sondern generell, auf das Verhalten auswärts und andere Gelegenheiten, wo die paar wenigen auffällig werden.

      Wenn der Sport- und Innensenator Neumann davon spricht, dass bereits die Präsenz der Polizei (für etliche Fans) eine Provokation darzustellen scheint, hat er zumindest bei der ACAB-Fraktion wohl Recht. Dass die der Präsenz folgenden Handlungen dann wieder was ganz anderes sind, lässt er leider außer Acht.

      • astro sagte am :

        Na ja, da sind wir wieder beim Thema Differenzierung. Man kann die verschiedenen Vorkommnisse der letzten Monate nicht in einen Topf schmeißen und manche Verhaltensweisen gab es schon immer, aber waren nur nicht so auffällig, u.a. weil die Aufmerksamkeit der Medien nicht so groß war.

        Und zur Provokation durch die Polizei: ja, ich fühle mich provoziert, wenn ich ohne größeren Anlass einer Vielzahl anonymer, vermummter, hochgerüsteter Robocops in Schwarz gegenüberstehe, von denen nix gutes zu erwarten ist. Bei sauberer Polizeiarbeit hätte z. B. ein Peterwagen davor, einer hinter dem Marsch gereicht.

        Nahezu 100% Verletzte durch Polizeigewalt in und an der Alsterdorfer sollten zu denken geben. Die Polizei ist leider heutzutage oft genug nicht das neutrale, schlichtende Element, sondern Konfliktpartei.

        • Naja, den Thread „Auswärtsverhalten“ gibt es auch nicht erst seit gestern.
          „Man“ muss differenzieren, sicher, „man“ tut das aber nicht. Kassenrolle, Bierbecher, Pyro, Schweinske-Cup, Rostock – alles eine Mischpoke für die Medien. Merkt man ja auch wieder an den Reaktionen auf die Stellungnahme, die sind zum Teil wirklich erschreckend.

          Ich persönlich fühle mich von der Anwesenheit der Polizei nicht automatisch provoziert, nur unwohl. Umringt von Polizei zu einem Stadion geleitet zu werden, im Block vor einer Reihe ausgerüsteter Cops zu stehen, auf dem Bahnsteig an der aufgestellten Staatsmacht entlangzudefilieren, ist zwar nicht das, was ich mir unter entspannt vorstelle, aber bisher funktionierte das nach dem Prinzip „ich mach nix, die machen nix“.

          Sich allerdings den Schweinske-Cup vorzustellen und mittendrin statt nur dabei, ist höchst gruselig, da stimme ich unumwunden zu. Aber auch da differenziere ich. Dass die Polizei ein mehr als großes Problem hat, stimmt. Unbestritten. Aber allein die Anwesenheit von Polizei rund um ein Fussballspiel ist für mich keine automatische Provokation, bei einem Konfliktverhalten wie diesem sieht das wieder anders aus.

      • Flotzge sagte am :

        Ich denke der Absatz

        „Wenn der Sport- und Innensenator Neumann davon spricht, dass bereits die Präsenz der Polizei (für etliche Fans) eine Provokation darzustellen scheint, hat er zumindest bei der ACAB-Fraktion wohl Recht. Dass die der Präsenz folgenden Handlungen dann wieder was ganz anderes sind, lässt er leider außer Acht.“

        zeigt deutlich wo das Problem ist.
        Für einen großen Teil, der FCSP Fans, ist die alleinige Polizeipräsenz eine Provokation.
        Und unsere Wahrnehmung in der Öffentlichkeit hilft dabei auch nicht wirklich.

  3. Das Schlimme ist, daß man nicht immer nur „den Medien“ die Schuld rüberscheiben kann, damit machen es sich viele Fans ein wenig zu leicht. Die Frage, warum die Selbstreinigung nicht klappt, wenn es doch angeblich immer nur Einzelne sind, die da aus der Reihe tanzen, die scheint sich niemand zu stellen.

    Als steuerzahlender Bürger habe ich echt die Schnauze voll davon, daß man bei gefühlt jedem zweiten Fußballspiel mit Randalen rechnen muß, meine Stadt hinterher teils in Trümmern liegt, Polizeiaufgebote ein Vermögen kosten (aber ohne scheint’s ja auch nicht zu gehen) und unbeteiligte Dritte zusammengeknüppelt werden. Ich sehe mir das jetzt seit Jahrzehnten von der Seitenlinie an und nichts wird besser, es ist alles wie immer. Ich bin es müde geworden, die immer gleichen „Aber die haben angefangen!!1elf“-Schuldzuweisungen zu hören.

    Fazit: ich habe einfach keinen Bock mehr auf Differenzieren, mir ist der Fussball nicht so viel Zeit und Mühen wert und ich habe keine Lust mehr, für diesen Mist zu bezahlen. Fussball ist längst zum Synonym für Randale geworden und bei mir hat sich die Resignation breitgemacht: Der FC St. Pauli und seine Anhänger sind kein bisschen anders als alle anderen „Fussballfans“: Der Verein guckt nur aufs Geld und die Fans stilisieren sich wahlweise als Opfer oder Unschuldslämmer. I don’t fucking care anymore.

    • Die Frage nach der Selbstreinigung habe ich schon mehrfach gestellt, nicht nur in diesem Thread, komischerweise nie eine Antwort bekommen…
      Selbstreinigung ist ja auch ein Thema, das schnell mal den Beigeschmack der Denunziation bekommt. Oder den Geist von Herrn Schill wiedererweckt. Oder so.

      Im Endeffekt kann tatsächlich nur jeder für sich selbst entscheiden, wie er sein „Fansein“ für sich selbst definiert. Weniger ist dabei manchmal in der Tat mehr.

      Verstehe Ihren Zorn gut. Und die Konsequenzen daraus auch. Schade, dass die Mehrheit so konsequent schweigt, so dass man auf den Gedanken kommen könnte, dass sie gar keine Mehrheit ist. Aber sie sagt nur nichts, nickt immer nur. Nicken ist schwer zu hören. Eins steht fest: die Nicker haben definitiv mehr Freizeit, die sie für anderes verwenden können als ewig die gleichen Diskussionen zu führen, die sich letztlich nur im Kreis drehen.

      Lust auf ne Runde Golf oder einen Ausritt in den Sonnenuntergang?😉

      • astro sagte am :

        Sorry, aber Kikis Kommentar ist auf dem Niveau eines Sprechers der Polizeigewerkschaft und da muss man schon ziemlich tief buddeln, um das zu erreichen.

        Trotzdem ein kurzer Versuch: jeder der Betroffenen (selbst der Nazi-Scum) ist ein Bürger und bezahlt normalerweise auch Steuern, genauso wie die Vereine und alle angeschlossenen Gesellschaften. Dazu kommt indirekte ökonomische (und damit auch Steuer-) Effekte durch Heim- und Auswärtsfans, z. B. Konsum in Kneipen und Restaurants, Übernachtungen, Transportkosten. Irgendein Gejammer über zu teure Polizeieinsätze ist daher bloße Polemik.
        Zudem fällt die Abgrenzung schwer – muss dann auch das Dorffest bezahlen? Die Veranstalter einer Demo? Und wer bestimmt, welches Maß an Einsatz von Mensch und Material angemessen ist? Die Polizei behauptet, sie benötigt 1000 Leute zur Absicherung, dem Verein reichen 500, wer hat jetzt Recht? Wie kann man die Kosten eines Einsatzes überhaupt vernünftig berechnen, was würden die Beamten sonst in dieser Zeit tun?

        Zum Thema Selbstreinigung: das geschieht doch, ist aber ein Prozess ohne irgendeinen erkennbaren Anfang („so, jetzt reinigen wir uns mal“) und Ende („super, jetzt sind wir sauber“). Die Fans des Vereins sind eine heterogene Gruppe von Menschen und indem man sich für die eigenen Werte, für die, die man mit dem Club verbindet, kämpft, sie kommuniziert und selbst versucht, zu prägen, kann man das beeinflussen. Ein Ansatz nach dem Motto „der Standardfan des Vereins muss die Kriterien A, B und C erfüllen, deshalb dürfen die Personen X und Y bleiben, aber Z muss gehen“ kann nicht funktionieren.
        Stattdessen wird weiterhin den mühselige Weg zu gehen sein: die Sozialarbeit des Fanladens, die diversen Veranstaltungen zum Thema Gewalt oder „warum bin ich bei St.Pauli“, die Anhörung von Beschuldigten vor Bestrafung mit SV o.ä., die Artikel in Fanzines, selbst Diskussionen in Foren usw. usf.
        Unsere Fanszene ist da wohl eine der selbstkritischsten in Deutschland und extrem wenig problematisch, trotz der Vorfälle. Ich möchte lieber nicht so genau wissen, wie manche andere Szene z. B. auf die Provokationen in Rostock reagiert hätte.

        • Dass die Fanszene nicht mehr oder weniger problematisch ist als andere, müsste zumindest den Statistikfanatikern klar sein, die allerdings solche Soloaktionen wie den Bierbecherwurf und die Kassenrolle nicht trennen von einem Ereignis wie beim Schweinske-Cup.
          Wir sind ja nicht wirklich weit auseinander, zumindest nicht nach dem, was Sie gerade geschrieben haben. Aber neben den berechtigten Anschuldigungen Richtung Lübeck, HSV und Polizei wird auch in Fankreisen immer nur von „Fehlverhalten“ einzelner gesprochen. Waren die das mit den Rangeleien vor Beginn des Turniers, waren das Typen wie der, der ununterbrochen auf einen am Boden liegenden eingetreten hat, wer hat den DRK-Rettungswagen attackiert (nachdem die Lübecker offenbar schon abtransportiert waren) und und und.

          Ich frage, weil ich nicht da war, aber andere, die da waren, solche Ereignisse beschrieben haben. Was ist mit denen, die auf Provokationen geradezu warten, die schon mit einem Riesenkragen abgehen, wenn sie die Cops nur sehen, was ist mit dem Typ, der aus der Halle kam und ansatzlos einem da nur stehenden Polizisten geradewegs in die Fresse hauen wollte? Das sind auch Vorfälle, die „draußen“ ankommen und von „drinnen“ nur mit „ein paar wenige“ und „Fehlverhalten kommentiert werden.

          Natürlich finde ich -persönlich- gut, was Sven Brux gesagt hat, weil er ausgesprochen hat, was viele denken. Ob das in dieser Situation so klug war, sei mal dahingestellt, dass das als Aufruf zur Gewalt verstanden werden würde, war ja absehbar. Dass aber das Gerademachen gegen Nazihools ausser Frage steht, ist auch klar. Und Notwehr steht ebenfalls nicht zur Debatte. Nur um das mal klarzustellen zwischendrin.

          Und ich finde es auch ok, dass sich der Verein vor diejenigen stellt, die sich gerade gemacht haben, die sich verteidigt haben, gegen die Hools und die Prügelcops, die sicher dabei waren. Mir fehlt aber die deutliche Abgrenzung gegen die anderen. Nicht nur in einem Satz, den ich schon oft von der Vereinsführung von anderen Vereinen mit einer gewissen Fanproblematik gehört habe. So klingt es nämlich auch so. Schuld sind die anderen. Ja, sind sie. An der Auslösung. Aber da scheint -nach Augenzeugenberichten- viel passiert zu sein, was aufs Konto von St. Pauli Fans geht, aber die Augenzeugen, die so etwas berichten, zählen irgendwie so gar nicht, werden noch Nestbeschmutzer genannt. Und genau deswegen ist das mit der Selbstreinigung schwierig. Denn wer entscheidet, was gereinigt werden muss? Und nach welchen immer wieder wechselnden Kriterien passiert das? Was geht durch als normaler Widerstand gegen was auch immer, was ist reinigungsbedürftig? Wann ist der nächste am Start, der mit der Nazikeule winkt, nur weil man eine andere Meinung hat?

          Mir gehts eher um die Typen, die bereit sind, einer Frau auf die Fresse zu hauen, weil sie ihnen nicht schnell genug aus dem Weg geht, damit sie mit dem Tragerl Bier wieder zurück zu den Kumpels in den Block können. Synonym für die, die Grundaggression schon mitbringen.

          Was die Kosten für die Polizeieinsätze angeht, brauchen wir nicht diskutieren, ist für mich persönlich nebensächlich und nicht meine Baustelle.

          • P.S.: Ich bin ja schon froh, dass wenigstens hier nicht gegeifert wird, sondern trotz unterschiedlicher Standpunkte sachlich diskutiert wird. Am Ende gehen wir zwar wohl beide mit der gleichen Meinung wieder auseinander, aber das ist keine Tragödie. Aber wenigstens eine Basis, die man vielleicht später mal sinnvoll nutzen kann.

          • astro sagte am :

            Nestbeschmutzer werden höchstens die genannt, die selbst die Selbstverteidigung als verabscheunswürdige Gewalt betrachten und die polizeiliche „Reinigung“ der Fanszene anstreben, während mal wieder alle Verfehlungen anderer Seiten unter den Teppich gekehrt werden. Wahrscheinlich meinst Du den Typen auf dem bekannten Video. Der hat vorher St.Paulianer angegriffen und einen Raub begangen und wurde von dem Typen im braunen Hemd mehr festgehalten, als geschlagen und sah auch später nicht besonders „geschädigt“ aus. Kein Mitleid.

            Zu den Vorgängen draußen: das ist ein anderer Schnack und das wird ja auch von allen Seiten kritisiert, sowohl vom Verein, als auch von so ziemlich allen Blogs. Das ist auch eher ein Thema für die innere Reinigung und am 14.01. gibt es ja nun das nächste Treffen. Mit ständiger Selbstkasteiung, wie schlimm doch unsere Fanszene wäre, machen wir es aber Polizei und Medien leicht, andere Missstände zu überdecken. Um die Leute außerhalb der Halle konnte sich die Polizei ja kümmern, dafür hat sie die Mittel und die Rechte und das ist auch geschehen, z. B. über Ingewahrsamnahmen, Anzeigen werden folgen. Der viel größere Skandal sind aber nicht ein paar Leute, die aus verschiedensten Beweggründen ausgerastet sind, sondern die, die dort einen professionellen, bezahlten und mit wesentlichen Privilegien ausgestatteten Job nachgehen sollten und kläglich versagt haben. 200-300 Polizisten und 100 Ordnern war es nicht möglich, eine Gruppe von 80-120 rechtsgerichteten Hools unter Kontrolle zu bringen, die strafrechtlich relevante Gesänge, Schmähungen, Drohungen und direkte körperliche Gewalt ausgeübt hat, dazu auch noch Raubdelikte. Die wurden sogar mit dem Raubgut aus der Halle gelassen!

            Die Polizei hat mit dem Gewaltmonopol eine einmalige Rolle in unserer Gesellschaft und ist dieser gewaltigen Verantwortung nicht gewachsen gewesen. Wenn das aufgearbeitet ist, Fehler zugegeben und sich zumindest entschuldigt wurde (zahllose Opfer würden eigentlich ein saftiges Schmerzensgeld verdienen), _dann_ kann man von mir aus das Thema „Gewaltproblem und Reizschwelle in der Fanszene“ ganz breit diskutieren, auch öffentlich.

            • Ok, danke für die nähere Information zu dem Typen. Zwischen Selbstkritik und Selbstkasteiung ist allerdings noch eine Menge Platz.

              Die Rolle der Polizei in dieser Sache ist in der Tat eine mehr als klägliche. Ob und wie das angegangen wird, werden wir ja sehen. Vor allem, wie intensiv sich der Verein in dieser Richtung einsetzt. Punkte bei den aktiven Fans hat die Vereinsführung ja eindeutig gemacht, das sieht man bei der Hamburger Polizei sicher anders.

              Hier übrigens einer der sachlichsten und meiner Ansicht nach treffendsten Beiträge, den ich bisher gelesen habe im „Nachgang“, falls noch nicht bekannt:

              http://www.sportal.de/sportal/generated/kommentare/2012/01/10/21560800000.html

        • Vielleicht geht’s auch ohne persönliche Angriffe, ja? Die empfinde ich als niveaulos und mit solchen Leuten unterhalte ich mich nicht.

          Zitat aus einem anderen Forum:

          „Ich war allerdings auch etwas erstaunt, als ich das Interview mit dem Sicherheitsbeauftragten von St Pauli gehört habe. Auf die Frage was nach den jüngsten Vorkommnissen denn in Zukunft anders gemacht werden wird, antwortete er: „Gar nichts. Das war eine besondere Situation wegen der Halle, im Stadion haben wir das im Griff.“

          Auf die Frage, ob die Vorkommnisse im Stadion nicht auch gehäuft aufgetreten wären in jüngster Zeit, antwortete er: „Ja, aber wir ändern trotzdem nichts.“

          Die Vorkommnisse werden also vereinsseitig als nicht schlimm genug bewertet, als dass sich in der Vereinspolitik etwas ändern müsste.“

          Dem bleibt wenig hinzuzufügen, finde ich.

          • astro sagte am :

            Tust Du aber (unterhalten)😉 Und das war auch kein Angriff gegen Deine Person, sondern gegen das Niveau Deines Textes, zugegebenermaßen etwas polemisch, sorry dafür, aber das „Steuergelder-Argument“ ist nun schon sooo alt – wenn das ohne irgendeinen neuen, interessanten, die bisherigen Gegenargumente widerlegenden Aspekt gebracht wird, muss man einfach etwas genervt reagieren.

            Etwas ändern: gegen wen oder was denn? Da schmeißt ein gelegentlicher Besucher des Millerntor einen Bierbecher aus dem VIP-Bereich und trifft den Linienrichter. Was konkret willst Du dagegen in Zukunft unternehmen? Becherverbot auf den Business-Seats? Sitzplätze abschaffen, weil von denen so viel Gewalt ausgeht? Netze aufhängen? Oder die Kassenrolle: dämliche Aktion und natürlich sollte man da im Detail zusätzliche Maßnahmen in Form von Aufklärung, Schaffung von verstärktem Problembewusstsein usw. schaffen, aber das ist keine grundsätzliche Änderung der bisherigen Vereinspolitik und hat mit den Vorfällen in Alsterdorf nix zu tun.

      • Tja, wenn man das als Denunziantentum und ersten Weg zur Schill-Regierung versteht, die Leute gezielt anzusprechen und kalt zu stellen (z.B. durch temporäre Stadionverbote oder Verpflichtung zu Gemeinschaftsdiensten), die durch ihre bescheuerten Aktionen den Verein jede Woche in die Nachrichten bringen und ihm richtig Geld kosten, ganz zu schweigen vom eigentlich mal guten Ruf, dann hat man wohl kein sonderliches Interesse an diesem Verein und seinem guten Ruf. Oder halt nicht die nötigen Cojones, mag sein. So oder so, ich finde es traurig, aber ich bin inzwischen soweit, daß es mir eigentlich egal geworden ist. Wie heißt es so schön: das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, es ist Gleichgültigkeit.

        • Ich bin ja auch schon als (s)chilliger Hardliner bekannt, weil ich vereinsseitig deutlichere Maßnahmen möchte. Wollte. Also bevor das nun so eskaliert ist, denn die Maßnahmen werden womöglich im Nachgang eindeutiger als alle das wollen.
          Wir sind gespannt. Gleichgültigkeit kommt bei mir (noch) nicht auf, aber meine Haltung wird eindeutiger. Da fällt halt dann vieles drunter.

        • astro sagte am :

          Ich bin ja fast bei Dir – nur wen konkret meinst Du? Wer soll konkret angesprochen werden? Das wird nicht klar.

          Und Denunziantentum ist es – außer in wirklich extremen Fällen – zur Polizei zu gehen. Der Fanladen oder bei Vorkommnissen im Stadion Sven wären da die besseren Ansprechpartner.

          Ich behaupte mal, daß die meisten unserer Problemkandidaten eher auf das Muster „jung und Emotionen nicht im Griff“ passen. Da ist erstmal Sozialarbeit und nicht Kriminalisierung gefragt. Man kann auch nicht einerseits gut von den Emotionen im Fußball leben und dann andererseits bei aus Emotionen heraus begangenen Fehlern (siehe z. B. Kassenrolle) das gleich in die Kategorie „sogenannte Fans“, „Straftäter“ usw. schieben.

  4. Nikolay sagte am :

    In der Online Ausgabe der MOPO steht heute folgendes: „Die ersten Angriffe bei den Krawallen während des Hallen-Fußballturniers am Wochenende seien von den zahlenmäßig deutlich überlegenen Fans des Kiez-Clubs ausgegangen. Zudem hätten sie an einer U-Bahn-Station rund 20 unbeteiligte Jugendliche verprügelt, sagte der Leiter der Zentraldirektion der Polizei, Kuno Lehmann“.
    Leider sieht es so aus, als wuerde das ganze immer mehr Richtung St. Pauli Fans verschoben.
    Das Interview von Sven Brux bei Hamburg 1 (Nachgefragt) fand ich gut. Hier gibt er auch offen zu, dass das Verhalten einiger FCSP Fans nicht in Ordnung war.

    • Und am Tag des Schweinske Cups sagte der Einsatzleiter, Lübecker und HSV haben die Angriffe gestartet. Dass jetzt „geschoben“ wird, wundert mich nach der deutlichen Kritik der Vereinsführung am Verhalten der Polizei nicht.
      Wahrscheinlich steht morgen in der MoPo, St. Pauli Fans haben vor dem Eingang der Halle kleine Kinder gegrillt und mit Marshmellows dekoriert vor Ort gegessen😦

      Von diesen 20 Jugendlichen hört man erst Tage später? Kaum zu glauben… jetzt wird das alles mehr als absurd.

  5. Nikolay sagte am :

    Leider gab es bereits am 10.01.2012 in den Kommentaren zu diversen Mopo Artikeln Berichte ueber angebliche Angriffe von FCSP Fans auf unbeteiligte am Bahnhof Lattenkamp. Womoeglich haben die Hamburger Polizeibeamten die gleichen Kommentare gelesen bevor sie zu den oben zitierten Behauptungen kamen (:-

    • Das Turnier war am 6.1.2012. Und da soll sich erst am 10.1. rausgestellt haben, dass 20 (!) Jugendliche attackiert worden sind? Da habe ich nachhaltige Zweifel. Zumal die Polizei nach der Stellungnahme des Präsidiums von ihren eigenen Aussagen in direktem Nachgang anscheinend jetzt auch nichts mehr wissen will.

      Diese polizeilichen Aussagen sehen nach was ganz anderem aus. Was das ganze noch schlimmer macht. Weil auch so durchsichtig.

  6. Nikolay sagte am :

    Ganz nach Orwell: „And if all others accepted the lie which the Party imposed-if all records told the same tale-then the lie passed into history and became truth“.
    Oder auch: „Was interessiert mich mein Geschwaetz von gestern?“ Sie haben Recht, das ganze wird immer absurder……..

    • Ich hoffe, die Videodokumentation verschwinden nicht so einfach wie die zuvor gemachten Aussagen…. und zwar die, die von Anfang an dokumentieren, nicht erst ab Mitmischen der St. Pauli Fans. Das Handyzeitalter hat Vorteile. Gegenüber Orwell.

      Bizarr, alles.

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